"Eigentlich ist es noch genauso schön wie früher!" Trina Friedmann hat ihre Kindheit vor über 60 Jahren in Kasendorf verbracht. Das Kellerfest war schon damals Tradition. "Die Gemeinschaft und die Gemütlichkeit standen im Mittelpunkt", erzählt sie.

Das ist heute noch so. Rund 1000 Besucher haben unter den Linden auf dem alten Festplatz in Kasendorf gefeiert. Ausgerichtet wird das Fest wie eh und je vom Gesangverein Liederkranz Kasendorf. Für die musikalische Umrahmung sorgte am Kellerfest-Sonntag die Dorfmusik Rugendorf. Der Musikverein Kasendorf spielt beim Kellerfest nur jedes zweite Jahr. In den anderen Jahren übernehmen befreundete Kapellen die musikalische Umrahmung. Die Safaris heizen am Samstagabend ein. Sonntagabend spielen Gitti und Frank für die Gäste auf. Besonderes Highlight für die Kinder waren die Spielstraße des CVJM, das Entenrennen, das Bierkästenstapeln und die Saftbar.

Beendet wird das Kellerfest seit Generationen mit dem Abziehen der bunten Dekorationsbänder. Die Bänder werden in den Tagen vor dem Fest an Reifen gebunden und aufgehängt. Am Sonntagabend klettern die Kinder auf die Bänke und ziehen die Bänder wieder ab. Manches verliert eben auch nach Generationen nicht seinen Reiz.