Für sie ist Multitasking "a Riesenscheißdreck" und jedes Familientreffen ein Minenfeld voller Missverständnisse, die jederzeit detonieren können: Martina Schwarzmann ringt dem Wahnsinn Alltag in all seinen Facetten ein Lächeln ab - und damit auch den rund 900 Besuchern beim zweiten Open-Air-Abend des Jahres auf der Plassenburg. Regenfront hin oder her.

Dabei erweckt die 36-Jährige äußerlich eher den Eindruck, als könne sie kein Regenwässerchen trüben. Wie das Musterbeispiel in der Rückenschule sitzt sie auf ihrem Barhocker, die Unschuld vom Lande in Person. Das Outfit: eher bieder und angeblich auf dem Flohmarkt erstanden. Doch wenn sie anfängt, genau darüber zu philosophieren, bemerkt der Zuhörer schnell, auf welch düsteren Gedankengängen die Fürstenfeldbruckerin wandelt.