Der Bürgermeister hatte jedoch Bedenken, ob man die Investition tätigen sollte. Denn in der Nachbargemeinde Thurnau habe man Probleme mit Vandalen, die die Beutel herausreißen und in der Gegend verteilen würden.

Und der Harsdorfer Bürgermeister habe vor den Folgekosten gewarnt. So müssten die Bauhofmitarbeiter im Sommer zweimal in der Woche die Kotbehälter leeren.

Größere Behälter mit Kot würden zudem in der Müllverladestation in Kulmbach nicht angenommen. "Geduldet wird das nur, wenn der Kot unter den Hausmüll gemischt wird."

Verwaltungsleiter Rainer Schimpf ergänzte, dass eine neue Satzung geplant ist, nach der Hundebesitzer bereits eine Ordnungswidrigkeit begehen, wenn sie ihren Hund Gassi führen, ohne Plastiktüten zur Kotentsorgung dabei zu haben.

Georg Waldmann (CSU) hatte nachgerechnet und bezifferte die Kosten für die Kotentsorgung auf 4000 Euro

im Jahr und hielt die Arbeit für die Bauhofmitarbeiter für "grenzwertig". Heidemarie Nitsch von der FuG ("Ich habe selbst Hunde") stellte klar, dass fehlende Abfallbehälter zur Kotentsorgung das eigentliche Problem sind. "Es ist nicht zumutbar, eine Dreiviertelstunde den Kotbeutel herumzuschleppen."

Letztlich einigte sich der Rat auf den Vorschlag des Bürgermeisters, zwei, drei Abfallbehälter im Innenortsbereich aufzustellen, die erwähnte Satzung zu erlassen und an das Verantwortungsbewusstsein der Halter appellieren.

Drei Monate werden die Räte die Entwicklungen beobachten.