Diplomatisch formuliert und mit viel Wohlwollen könnte man das eine Themenkarriere nennen: Ich habe Ihnen gestern an dieser Stelle etwas erzählt, was ich heute erneut aufgreife und - auf gut neudeutsch - sogar "weiterdrehe". Realistisch gesehen könnte man aber auch schlicht und einfach von einer Korrektur sprechen. Denn das, was ich ihnen gestern geflüstert habe, war leider nicht ganz richtig.

Aufmerksamen Lesern wird es aufgefallen sein: Der Landkreis Kulmbach war am Dienstag natürlich nicht bayernweit, sondern oberfrankenweit der letzte mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 300. Und die Stadt Bayreuth hatte die 300er Marke am Dienstag auch bereits überschritten.

Verschwörungstheoretiker würden jetzt "fake news" vermuten und mir unterstellen, von der politischen Obrigkeit oder womöglich einer Schattenregierung gesteuert zu sein. Aber ich kann Ihnen versichern: Ich habe weder eine Gehirnwäsche von Landrat Söllner erhalten noch stehe ich auf der Gehaltsliste der Stadt Bayreuth. Das Einzige, das einen Schatten hatte, war mein Hirn, und für das bin ich (leider) ganz allein verantwortlich.

Das eine denken und das andere schreiben. War es vielleicht Wunschdenken, ein Freud'scher Verschreiber oder ein klassischer Fall von Lockdown im Oberstübchen? Ich weiß es nicht, werde mir jetzt aber die G3-Regel meines geschätzten Kollegen (Name der Redaktion immer noch bekannt) zu Herzen nehmen. Soll heißen - ab sofort nur noch geschrieben, geprüft und gegengelesen!