Und: Inge Aures ist nicht zuletzt auf Grund ihrer langjährigen politischen Erfahrung und weil sie sich in ihrer ersten Legislaturperiode landesweiter Themen angenommen hat, sicher alles andere als ein Leichtgewicht. Die Kulmbacherin kann sich durchaus ebenfalls als Wahlgewinnerin sehen, hat sie auf der oberfränkischen SPD-Liste doch ein überragendes Ergebnis erzielt: 68 682 Kreuzchen hinter ihrem Namen sind auch im größten Stimmkreis Oberfrankens ein Wort.

Ihr Parteigenosse Christoph Rabenstein hat jedenfalls nicht einmal halb so viele für sich verbucht.
Einen Achtungserfolg verbuchte auch Newcomer Martin Baumgärtner für die Freien Wähler. Mit über 8000 Stimmen kann er durchaus zufrieden sein.

Überhaupt dürfen die Freien Wähler sich über das Wahlergebnis - nicht zuletzt im Bezirk - freuen.
Sie haben bei den Zweitstimmen in immerhin neun Gemeinden im Landkreis Kulmbach der CSU den Rang abgelaufen. Eine Rolle spielte da sicher vor allem auch Zweitstimmenkandidat Klaus Peter Söllner , hat seine Gruppierung doch zum Beispiel in dessen Heimatort Stadtsteinach 54,18 Prozent der Stimmen für sich verbucht.

Der SPD ist das Überflügeln der CSU bei den Zweitstimmen übrigens nur nur in der Stadt Kulmbach gelungen - allerdings nicht einmal um zwei Prozent.

Ob auch der neue, als "Hundeknochen" verspottete Stimmkreis ein Gewinner ist, steht dagegen noch nicht fest. Ja, drei Abgeordnete toppt in Oberfranken nur noch der Nachbarkreis Bayreuth mit vier Parlamentariern. Aber: Ob Wunsiedel und Kulmbach tatsächlich zusammenpassen, muss schon weiter hinterfragt werden. Und die drei Landtagsmitglieder werden in den kommenden Monaten beweisen müssen, ob man in seinen weit auseinander liegenden Grenzen tatsächlich die notwendige Präsenz zeigen kann.