Da sind nicht wenige Leser aufgeschreckt, als sie in einem unserer Zeitungsartikel darüber informiert wurden, dass sie sich für einen drohenden Stromausfall und die weitreichenden Folgen wappnen sollten. Kerzen kaufen, um Licht ins Dunkel zu bringen, lautete ein Tipp, Decken und Schlafsäcke anschaffen, damit man sich wärmen kann, wenn die Heizung ausfällt, ein anderer. Ein weiterer Ratschlag: Man sollte sich einen Campingkocher mit reichlich Gaskartuschen besorgen, um das Essen warm machen zu können, wenn der Herd ausfällt.

Im Abseits?

Was sich anhört wie eine Warnung für Haushalte in einer fernen Welt, ist wohl gar nicht so weit hergeholt. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz schätzt einen "Blackout" als eine der wahrscheinlichsten Katastrophen ein, Experten warnen davor, ass sich Deutschland mit der raschen Abschaltung der Atom- und Kohlekraftwerke ins Abseits katapultiert, denn allein mit erneuerbaren Energien kann sich unsere Industrienation wohl noch lange nicht versorgen.

Mir macht das keine Angst

Verrückt, wohin unsere Reise geht, habe ich mir gedacht. Das Horrorszenario macht mir persönlich aber noch keine Angst: Weil wir ohnehin Kerzen, Decken und Schlafsäcke zuhause haben und ich - ohne im Besitz eines Campingkochers zu sein - mit kaltem Bier und Brotzeit statt warmer Mahlzeit doch für einige Tage zurechtkommen würde.

Der Nachbar hilft uns schon

Und sollten wird doch mal länger keinen "Saft" haben, dann wissen wir Deutschen uns sicher zu "retten". Wir bleiben grün, bauen auf Wind- und Sonnenenergie und lassen uns in der Not halt von "rückständigen" Nachbarn helfen. Von den Franzosen etwa, die uns dann das verkaufen könnten, was sie ausbauen, was unsere Regierung aber mit Volldampf abschafft, obwohl wir vermutlich noch lange nicht ohne auskommen: Kernenergie. So sind wir Deutschen eben: Wir wollen "Saubermänner" sein", sind aber - ohne Hilfe - wohl noch lange nicht rein.