Um 16.40 Uhr ging der Alarm am Samstag bei der Feuerwehr ein. Dass der Kaminbrand bei einem landwirtschaftlichen Anwesen an der Hauptstraße in Melkendorf so frühzeitig entdeckt wurde und vielleicht auch deshald relativ glimpflich ausging, ist der Aufmerksamkeit zweiter Jugendlicher zu verdanken, berichtet Stadtbrandmeister Michael Weich. Ein 12- und ein 13-Jähriger hatten den Funkenflug vom Dach bemerkt und sofort Aktive der Feuerwehr Melkendorf verständigt. Diese wiederum setzten unverzüglich den Notruf ab. " Diesen zwei Mitgliedern der Jugendgruppe der FF Melkendorf gebührt ein ganz besonderes Lob", so Michael Weich.

50 Einsatzkräfte der Feuerwehren Melkendorf, Katschenreuth und Kulmbach waren bei dem Kaminbrand mit starkem Funkenflug und einem bereits rauchenden Fehlboden insgesamt zwei Stunden lang im Einsatz. Da unklar war, ob das Feuer auch auf einen Fehlboden übergegriffen hatte, wurde die Alarmstufe auf B 3 erhöht. Außerdem bestand laut Stadtbrandmeister Michael Weich die große Gefahr des Funkenflugs auf Nachbarhäuser.

Zwei Trupps des ersten Löschfahrzeugs drangen sofort in den Dachboden vor und öffneten den Fehlboden. Zum Glück war dieser nur stark verraucht, und die Schüttung brannte noch nicht. Das Material wurde per Hand nach unten getragen. So konnte ein Löscheinsatz von oben und ein damit verbundener Wasserschaden an dem alten Germäuer vermieden werden.

Wegen des starken Funkenfluges wurde auch die Drehleiter in Stellung gebracht, die Wasserversorgung stellte das zweite Löschfahrzeug sicher. Die zweite Drehleiter und ein Tanklöschfahrzeug standen ebenfalls noch in Bereitschaft zum Schutz der Nachbarschaft. Hier erkundete die Feuerwehr Katschenreuth die vom Funkenflug betroffenen Gebäude. Die Einsatzleitung lag in den Händen vom Melkendorfer Kommandanten Christopher Stübinger.

Glücklicherweise beschränkte sich der Brand auf den Kamin. Ein Kaminkehrer reinigte den Schornstein. Verletzt wurde niemand. So brauchte der Rettungsdienst, der bereit stand, glücklicherweise nicht eingreifen.

Auch Oberbürgermeister Ingo Lehmann und Zweiter Bürgermeister Frank Wilzok machten sich am Einsatzort ein Bild von der Situation.