Michael Möschel atmet auf. Der stellvertretende IHK-Vorsitzende spricht bei einem Pressetermin von einen Quantensprung, den sich viele Unternehmen von der neuen Breitbandtechnologie erhofften, die jetzt auch in Neuseidenhof und im Industriegebiet Am Goldenen Feld zur Verfügung steht. Der schnelle Zugang zur digitalen Autobahn über VDSL sei für die Wirtschaft genauso wichtig wie ein gut ausgebautes Straßennetz, so Möschel, der Leiter der Verkehrsakademie ist.

50 Megabit pro Sekunde

Dass die Telekom in Neuseidenhof und Am Goldenen Feld das Tempo ihrer Leitungen auf bis zu 50 Megabit pro Sekunde erhöht, stellte Andreas Rudloff vom Infrastrukturvertrieb Süd fest. Rund 50 Haushalte und Firmen könnten per VDSL-Verbindung ins Internet gehen. Das neue Netz sei leistungsstark. Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen würden da gleichzeitig funktionieren.


Viel schneller als DSL

VDSL unterscheide sich von DSL durch deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Ein DSL-Anschluss schaffe bis zu 16 Megabit pro Sekunde, so Rudloff. Der große Kasten, der im Goldenen Feld am Straßenrand steht, sei eine Art Mini-Vermittlungsstelle. Von hier aus werde das Signal über das Kupferkabel zum Anschluss der Kunden übertragen, die das schnelle Internet buchen.

OB: ein Muss

Dass ein High-Speed-Internetzugang für die Wirtschaft ein Muss ist, betonte OB Henry Schramm (CSU), der daran erinnerte, dass mit dem erste Förderprogramm 2011 die ersten Ortsteile mit schnellem Internet versorgt worden sind. Mittlerweile gebe es schon das dritte Förderprogramm des Freistaats mit einem Investitionsvolumen von 950 000 Euro, für das es eine 90-prozentige Förderung gebe.

Ganzes Stadtgebiet profitiert

Dass spätestens Ende 2016 das ganze Stadtgebiet mit schnellem Internet versorgt sein wird, stellte Siegbert Reuther vom Ingenieurbüro Reuther NetConsulting fest. "Kulmbach ist dann nicht nur in Oberfranken, sondern in ganz Bayern vorne."
Für Unternehmer Michael Möschel nimmt Kulmbach eine Vorreiterrolle ein.