Ein Kinderwagen war am späten Dienstagabend im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Kulmbacher Innenstadt in Brand geraten. Gegen 21.15 Uhr setzte eine Anwohnerin den Notruf ab und wies die Integrierte Leitstelle auf die starke Rauchentwicklung in dem Gebäude in der Sutte hin.

Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen. Die Bewohner wurden vorsorglich evakuiert, dennoch verletzten sich fünf von ihnen leicht. Rettungskräfte brachten drei der Verletzten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen ins Klinikum.

Die Brandfahnder der Kripo haben noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen. Wie der Pressesprecher der Polizeidirektion Oberfranken, Peter Müller, mitteilt, geht man von Brandstiftung aus. "Nach derzeitigem Ermittlungsstand deutet aber nichts auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund hin", stellt er fest. Wie die Polizei den fremdenfeindlichen Hintergrund ausschließen kann? Ob sie schon einen Tatverdächtigen geschnappt hat? Zu diesen Fragen will sich Peter Müller nicht äußern. "Die Ermittlungen laufen noch", so der Polizeisprecher.

Ersten Schätzungen nach beläuft sich der Sachschaden auf rund 5000 Euro. Insgesamt waren etwa 30 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sowie ein Notarzt vor Ort.