Um halb drei geht nichts mehr: Die Autos stauen sich bis zur Kreuzung am Kreuzstein. Das THW muss eingreifen, um ein völliges Chaos zu verhindern.

Mit der Aussicht auf kostenlose FFP-2-Masken haben sich gestern Nachmittag zahllose Menschen auf den Weg gemacht. Die Stadt werde, so war es angekündigt worden, auf dem Gelände des Globus-Baumarktes in der Lichtenfelser Straße die Gratis-Masken verteilen, die aus der Spende einer heimischen Firma stammen (die BR berichtete gestern).

Kostenlose FFP2-Masken: Drive-In-System

Um die Verteilung für die ehrenamtlichen Helfer von BRK und THW und natürlich auch für die Empfänger der Masken so risikoarm wie möglich zu gestalten, hat man eine Art Drive-In-System erdacht: Von der Lichtenfelser Straße werden die Autofahrer auf das Globusgelände geleitet. Dort fahren sie um das große Gebäude herum. An der Rückfront sind mit ein paar Biertischen zwei Verteilstationen aufgebaut. Die Abfahrt erfolgt entlang der anderen Gebäudeseite wieder zum Parkplatz und zur Lichtenfelser Straße.

Gut geplant, auch für einen größeren Ansturm. Wie groß - damit haben die Organisatoren nicht gerechnet. Um 15 Uhr soll die Masken-Verteilung beginnen. Schon kurz nach 14 Uhr stehen die ersten Interessenten in der Warteposition: Nur nicht zu spät kommen, nur nicht riskieren, leer auszugehen!

Um zu verhindern, dass die Kreuzung am Kreuzstein von den wartenden Fahrzeugen blockiert und der dort fließende Verkehr behindert wird, sucht das THW nach einer Notlösung: Die Autofahrer werden für einen Zwischenhalt auf den Baumarkt-Parkplatz gelotst, wo sie warten können, bis die Helfer an den Verteilstationen einsatzbereit sind.

Bloß nicht zu spät kommen: Ansturm enorm

Während hinter dem Globus-Gebäude ehrenamtliche Helfer des BRK die ersten Tüten mit jeweils sechs Masken ausgeben, rollt auf der Lichtenfelser Straße aus beiden Richtungen Auto um Auto an. Aber die Männer des THW haben die Lage im Griff. Das Chaos bleibt aus.

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An den Verteilstationen im Einsatz sind auch Christina Flauder und Frank Wilzok. Die Vorsitzenden des Seniorenbeirats und der derzeit amtierende Bürgermeister haben die Aktion initiiert. Sie sei von älteren Menschen angesprochen worden, dass die FFP-2-Masken, die seit Wochenbeginn beim Einkaufe und im öffentlichen Nahverkehr Pflicht sind, teils sehr teuer verkauft würden - was für nicht wenige der Senioren eine finanzielle Belastung darstelle, so Flauder im Vorfeld der Aktion. Unterstützung kam von unerwarteter Seite: Die in Mainleus ansässige Firma Fiatec kündigte an, 10 000 solcher Masken zur kostenlosen Verteilung an die Bürger zu spenden.

Rund 2000 dieser Masken wurden gestern allein in der ersten Stunde der Aktion an den Mann und die Frau gebracht. Bis 19 Uhr nutzten dann noch zahlreiche weitere Menschen die Möglichkeit, sich mit Masken zu versorgen. Schöner Nebeneffekt: Die Empfänger zeigten sich spendabel, so dass sich nun BRK und THW über eine stolze Spendensumme zur Unterstützung ihrer Arbeit freuen dürfen.

Teil der Masken wird über die Tafel verteilt

Wer noch vom großzügigen Geschenk der Fiatec GmbH profitieren will, hat dazu am Samstag Gelegenheit: Von 9 bis 14 Uhr werden in der Spinnereistraße 9 in Mainleus noch einmal FFP-2-Masken abgegeben. Ein Teil der Masken soll schließlich über die "Tafel" und über die Obdachlosenhilfe an besonders bedürftige Menschen verteilt werden.

 

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