Beim einen wird es vielleicht der Blick auf die Waage sein ("Nanu, ist die schon wieder kaputt?"), bei anderen der verzweifelte Versuch, sich in der Umkleidekabine in eine Jeans genau der Konfektionsgröße zu zwängen, in die man beim letzten Einkauf noch perfekt hineingepasst hatte.


Wehe, wenn das linke knie zwickt


Bei mir ist es das linke Knie. Wenn das zu zwicken anfängt, dann weiß ich genau, dass ich ein paar Kilogramm zu viel auf den Rippen (oder Hüften) habe. Dann muss etwas passieren. Als Genussmensch kommt Hungern für mich nicht infrage. Also entschließe ich mich zu etwas mehr Bewegung.

Doch dann regnet es ausgerechnet an dem Morgen, an dem ich Zeit und Lust hätte, mich aufs Fahrrad zu schwingen.
Oder ich komme an dem Abend, an dem ich mal wieder meine Joggingschuhe anziehen möchte, erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit entkräftet von der Arbeit nach Hause (ja, das kommt wirklich vor!).


Wenn Werbung demoralisiert


Demoralisierend wirkt für mich manchmal auch die Werbung. So wie neulich. Haben Sie diesen komischen Spot schon einmal gesehen, in dem der junge Mann - offenbar kurz nach dem Duschen - zum Deospray greift, sich ordentlich einnebelt und dann losläuft. Also bei mir ist das immer andersrum: Ich laufe immer zuerst, dusche dann und greife am Ende zum Deo.

Am Samstag musste ich sehen, wie bei der Fußball-EM ein Spieler in der Schlussphase einen Wadenkrampf bekam. Da stand für mich fest: Meine Kondition ist ausreichend. Naja, vielleicht greife ich in den kommenden Wochen auf dem Fernsehsessel öfter mal zu Fitnessbrötchen, isotonischem Bier und Müsliriegeln. Das sollte reichen. Mehr ist nicht drin.