"Ich darf gar nicht mehr daran denken, was das vorher oft für ein Durcheinander in unserem eng begrenzten Bereich unter einer Dachschräge war." Auch die Kostüme und die aktuellen Requisiten haben jetzt mehr Platz.

Sechs Wochen dauerte der Bau einer neuen Lagerhalle, in einem knappen halben Jahr war der Erweiterungsbau für neue Garderoben-, Kostüm- und Kulissenräume fertiggestellt. Zum Abschluss dieser beiden gelungenen Bauwerke auf dem Areal der Naturbühne hatte Vorsitzender Siegfried Küspert zu einer Feierstunde eingeladen.

Er begrüßte bei der Einweihung der neuen Räume zahlreiche Ehrengäste, an der Spitze Regierungspräsident Wilhelm Wenning, die Landtagsabgeordneten Inge Aures (SPD), Ludwig Freiherr von Lerchenfeld und Martin Schöffel (CSU), die Bezirksräte Klaus Förster (FW) und Wolfgang Hoderlein (SPD), stellvertretenden Landrat Jörg Kunstmannn (CSU), den
geschäftsführenden Beamten des Landratsamtes, Rüdiger Köhler, und Bürgermeister Werner Diersch (SPD). Jedem von ihnen sprach er im Namen aller Aktiven und Mitglieder seinen Dank aus. "Für uns geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, der sich nahtlos in die Erfolgsgeschichte dieser Bühne einfügt, und an dem Sie maßgeblichen Anteil haben."

Seien es die Zuwendungen der Oberfrankenstiftung, die Mittel des Freistaats aus seinem Kulturfonds, oder der nicht unerhebliche Zuschuss des Landkreises Kulmbach. Küspert betonte, dass alle am Gelingen dieser Maßnahmen beteiligt waren.

Stolz auf Anerkennung

Es mache ihn stolz, wenn immer von "der Bühne des Landkreises" gesprochen werde. Er sei sich sicher, dass auch die gesamte Bürgerschaft der Gemeinde, mit dem Bürgermeister und den Gemeinderäten an der Spitze, diese positive Entwicklung auf dem Wehlitzer Berg genauso stolz verfolge.

Dann richtete der Vorsitzende seinen Dank an die Firmen und Handwerker. An erster Stelle nannte er Alois Dechant, den er als den Ideengeber, Macher und Dominator der Baumaßnahme bezeichnete.

Die Umsetzung des Wunsches der Bühnenverantwortlichen, die Vorderfront des Anbaus gleichzeitig als Dauerkulisse der Bühne mit zu gestalten, sei dem Architekt Marc Fleischmann hundertprozentig gelungen. Die beiden Bauwerke wirktenso, als wären sie schon immer da.

Zusammenfassend stellte Küspert fest: "Ermöglicht durch die Unterstützung der Zuschussgeber ist ein Werk geschaffen worden, das die Arbeit der Bühne wesentlich erleichtert, die Qualität der Spiele weiterhin garantiert und die Naturbühne in ihrer oberfränkischen Heimat weiter stärkt."

Pfarrer Peter Ahrens stellte den Erweiterungsbau unter den Schutz Gottes und erbat dessen Segen für alle, die dort ein- und ausgehen.

Der Tag der offenen Tür am Sonntag war für Vorsitzenden Siegfried Küspert ein voller Erfolg und eine gute Werbung für die Bühne. Im Vordergrund des Interesses stand natürlich der Erweiterungsbau.

Großartige Leistung

Landrat Klaus Peter Söllner, Protektor der Bühne, war begeistert. "Ich finde es großartig, was hier geleistet wurde, ohne unüberschaubare finanzielle Risiken eingegangen zu sein." Dass der Landkreis helfe, wo er kann, sei selbstverständlich. "Es ist unsere Bühne, und es wird unsere Bühne bleiben. Wir sehen das als das kulturelle Aushängeschild des Landkreises, und darauf bin ich stolz."