Bei uns zu Hause leben seit kurzem zwei Katzenkinder. Aus dem flauschig-putzigen Baby-Stadium sind sie mittlerweile raus. Nun tun sie das, was Katzenkinder üblicherweise so tun. Fressen. Schlafen. Wachsen. Und voller Neugier, gepaart mit gelegentlicher Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, die Welt entdecken. Dabei probieren sich die Katzenkinder in verschiedenen Rollen aus, sind Jäger, beste Kumpels, Raufbolde, Frechdachse, wilde Tiger und liebebedürftige Kuscheltiere.

Den beiden dabei zuzusehen, wie sie jeden Tag ein bisschen mutiger und übermütiger unseren Garten und die Gärten drumherum erkunden, ist eine wahre Freude. Manchmal auch Nervenkitzel. Dann zum Beispiel, wenn Mieze plötzlich merkt, dass Nachbars Kirschbaum doch sehr, sehr hoch oder unser Gartenteich sehr, sehr nass ist.

Der schönste Zeitvertreib aber ist für uns alle, Mensch wie Tier, der Karton. Nicht irgendein Karton. Sondern ein schon zur Katzenbaby-Zeit von irgendeinem Menschen herbeigeschleppter, mittlerweile ziemlich ramponierter Pappkarton, der als Versteck taugt und als Spielplatz, als beliebte Station bei der wilden Verfolgungsjagd durchs Wohnzimmer und als Schlafplatz. Schöner als in diesen Momenten kann eine Katzenkindheit nicht sein.

Und ich, die ich ein durchaus turbulentes Leben habe, wünsche mir in solchen Momenten vor allem eins: Selbst mal in einem Karton sitzen - und glücklich sein!