Keine zwei Wochen ist es her, dass ich meine Tasche packte für einen Kurztrip in den Norden. Ein paar Tage an der Ostsee sollten ein Ersatz für eine geplante größere Reise im Juni sein, die coronabedingt ausgefallen war.

Ich stellte mich bekleidungstechnisch auf Spätsommer ein, nahm allerdings vorsichtshalber auch die lange Unterhose und ein Paar Wollsocken mit. Man weiß ja nie....

In der Tat stürmte und regnete es zwei Tage lang fürchterlich. Den Rest der Zeit allerdings saß ich in kurzen Hosen und T-Shirt auf dem Fahrrad und genoss nach meinen Touren das obligatorische Fischbrötchen im Freien auf einer Hafenmauer.

Als ich auf dem Heimweg auf der Autobahn zwischen Leipzig und Hof durch mehrere Unwetter fuhr, dachte ich mir noch: Das geht vorbei.

Und nun? Bin ich seit einigen Tagen zurück - und es ist Herbst. Acht Grad Außentemperatur am Morgen. Ich sitze mit Handschuhen auf dem Fahrrad. 18 Grad im Haus, und ich hege den Gedanken, die Heizung aufzudrehen. Kurze Hosen? Sommerkleid? Gar nicht dran zu denken!

Irgendwie ging mir das zu schnell. Da hilft es auch nichts, dass es gegen Mittag doch noch einmal angenehm warm wird. Was folgt daraus: Man sollte, auch wenn man in den Sommerurlaub fährt, zuhause schon mal die dicken Socken griffbereit legen. Man weiß ja nie...