Manchmal geht meine Fantasie mit mir durch. Dann stelle ich mir vor, wie es wäre, hätte ich einen Hund, lieb und anhänglich und mit einer herausragenden Eigenschaft: Er macht leidenschaftlich gerne Jagd auf Flip-Flops. Sie wissen schon: Diese Gummi-Sandalen, die nur durch einen kleinen Plastiksteg zwischen den Zehen am Fuß gehalten werden und beim Gehen jenes Geräusch machen, das ihnen wohl zu ihrem Namen verholfen hat: Flipflopflipflopflip....

Prinzipiell habe ich nichts gegen Flip-Flops, auch wenn ich persönlich stabiles Schuhwerk bevorzuge. Unsäglich aber ist das Geflippe, wenn es Tag für Tag an meinem Schreibtisch vorbeiflopt und gegen Abend noch Verstärkung erfährt durch ein Schmatz-Geräusch, weil die Füße nicht mehr so ganz frühlingsfrisch sind. Ein Geräusch aus der Hölle! "Flipflopflipflopflip...". Tschüss, Konzentration!

Mein Hund, der an sich liebe und anhängliche Kerl, würde sie alle erbittert jagen: die bunten, die billigen und die stylischen Modelle mit Strass-Steinchen. Und er würde sie zerkauen zu mikroskopisch feinen Teilchen, die zu keinem Geräusch mehr fähig sind.

Wie ich einen solch treuen Hund nennen würde? Klarer Fall: Flipflop. Dumm nur, wenn sich herausstellen sollte, dass er als Sandalenjäger keinerlei Talent hat. Dann wäre es wohl ein Flipflop-Flop.