In dem Haus an der Tränkbrücke in der Sutte - unweit der Kulmbacher Stadthalle - war ein Kinderwagen im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses in Brand geraten. Was die Lage brisant machte: In dem alten Gebäude leben anerkannte Flüchtlinge. Als der Alarm bei der Leitstelle einging, sollen sich 18 Personen in dem Haus befunden haben.

Die Feuerwehr Kulmbach rückte mit mehreren Fahrzeugen an. Auch eine ganze Reihe von Rettungsfahrzeugen des Roten Kreuzes wurden zum Brandort geschickt, da unklar war, ob und wie viele Verletzte zu versorgen waren. Das THW war ebenfalls vor Ort.

Die Feuerwehr hatte die Situation schnell im Griff. Es hat sich ersten Angaben zufolge lediglich um einen Schwelbrand gehandelt. Von außen ließen nur ein weit geöffnetes Fenster mir verrußten Scheiben und angedunkelte Gardinen auf eine wohl heftige Rauchentwicklung schließen.

Die Feuerwehr konnte den brennenden Kinderwagen schnell löschen. Die Bewohner wurden vorsorglich evakuiert, dennoch verletzten sich fünf von ihnen leicht. Rettungskräfte brachten drei der Verletzten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser. Ersten Schätzungen nach beläuft sich der Sachschaden auf rund 5000 Euro.

Insgesamt waren etwa 30 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sowie ein Notarzt vor Ort. Die Kriminalpolizei Bayreuth ermittelt nun wie es zu dem Brand kommen konnte.Obwohl die Tränkbrücke in der Sutte durch zahlreiche Rettungsfahrzeuge komplett blockiert war, hielten sich die Verkehrsbehinderungen in Grenzen: Zu so später Stunde herrschte in der Kulmbacher Innenstadt kaum Autoverkehr.