Was war passiert? Adolf Lauterbach schaut am Freitagmorgen in seinem Garten nach dem rechten. Da sieht er auf der gegenüberliegenden Seite der Trebgast, dass ein dort mitten im Garten stehender Apfelbaum in der Nacht "fachgerecht" zum Fällen vorbereitet wurde. Etwa 50 Zentimeter über dem Boden läuft der Stamm konisch zu und hat nur noch einen Umfang von wenigen Zentimetern. Die frisch abgeknabberten Holzspäne liegen noch um den Stamm herum.

Schon mehrere Versuche

Kein Zweifel: Das war das "Werk" des Bibers, der an Lauterbachs Bachufer seit einigen Jahren immer wieder versucht, etwa hundert Meter von der Trebgastbrücke in der Ortsmitte aus bachaufwärts den Fluss in Höhe seines Grundstücks aufzustauen. Dort in der Nähe vermutet Lauterbach auch den Eingang zur unterirdischen Biberbehausung.

"Er soll machen, was er will"

Bisher hat Adolf Lauterbach jedes Jahr einmal die Äste und Zweige aus dem Bach entfernt. Inzwischen hat er keine Lust mehr: "Jetzt soll der Biber machen, was er will."

Am liebsten mag das scheue Tier offensichtlich Apfelbäume und die Hainbuche, hat Lauterbach beobachtet. Die Bäume in seinem Garten, die der Biber bisher immer "heimgesucht" hat, hat Lauterbach inzwischen mit einem Schutzdraht umwickelt. "Jetzt versucht er es scheinbar bei den Nachbarn."

Und das ist auch deutlich zu sehen. Auch drei Gärten weiter hat er bereits bei Bürgermeister Werner Diersch einen Apfelbaum "sturmreif" geknabbert. Nur noch eine Frage der Zeit, bis der Biber die Früchte seiner Arbeit, sprich die jungen Äste, entweder zum Hausbau, oder zum Fressen, ernten kann.