Als von Natur aus frohgelaunter und humorvoller Mensch nutze ich unser Burggeflüster in der Regel dazu, Geschehnisse oder persönliche Erlebnisse mit einem Augenzwinkern darzustellen. Wenn Sie, liebe Leser, dabei schmunzeln oder das gewisse Aha-Erlebnis haben, habe ich mein Ziel erreicht.

Wie gesagt, in der Regel. Doch bekanntlich gibt es keine Regel ohne Ausnahme. So ein Tag ist heute. Und alles begann mit einem Anruf ...


Kindesmisshandlung und Körperverletzung


Eine gute Bekannte erzählte mir noch immer hörbar erregt, dass sie auf der Kulmbacher Bierwoche etwas ganz Ungeheuerliches gesehen habe. Das sollte die Öffentlichkeit erfahren. Worte wie Kindesmisshandlung oder Körperverletzung ließen mich aufhorchen.
Ich hörte mir ihre unglaubliche Geschichte an.

Nun, meine Bekannte musste beobachten, dass an einem Bierfestabend ein junger Vater einen Kinderwagen im Stadel an den Nebentisch schob. Darin lag ein Baby, keine drei Monate alt. Der Papa scherte sich nicht um den ohrenbetäubenden Lärm und regte sich auch nicht auf, als Sicherheitskräfte ihn baten, den Kinderwagen (!), also nicht den armen Säugling, zu entfernen.


Ein Prosit der Gemütlichkeit


Nein, bestens gelaunt, nahm er den armen Wurm einfach auf die Schulter - und weiter ging die Party. Hoch die Krüge, ein Prosit der Gemütlichkeit.

Wir waren uns einig: Hier gibt es eine Lücke im Sicherheitskonzept. Keiner hatte im Vorfeld offenbar an dumme Menschen (und zu dieser Gattung zählten wir den jungen Mann) gedacht, die den Stadel mit Kleinstkindern aufsuchen. Der Schutz der erwachsenen Besucher war bestmöglich gewährleistet, doch keiner kümmerte sich darum, dass die ganz kleinen Gäste mächtig was auf die Ohren bekamen. Da sollte man im nächsten Jahr einen Riegel vorschieben.