Dabei hätte ich es doch wissen müssen - dass ich es mit Zeitumstellungen und Feiertagen nicht so habe. Oder besser gesagt: mit den Folgen davon.

Davon, dass ich vor Jahren mit einstündiger Verspätung mitten in den Osternachtsgottesdienst in die Petrikirche geplatzt bin, weil ich die Zeitumstellung verpennt hatte, habe ich Ihnen, glaube ich, schon mal erzählt an dieser Stelle.

Zumindest daraus habe ich meine Lehren gezogen und seitdem jedes (noch so nervige) Uhrenumstellen brav mitgemacht.

Aber den Bock mit den feiertagsbedingten Verschiebungen bei der Müllabfuhr - den habe ich jetzt schon zum zweiten Mal geschossen. Dabei wollte ich doch einfach nur mal ausschlafen am Samstag, als mich kurz vor sechs Uhr das laute Scheppern des Müllautos direkt unter meinem Schlafzimmerfenster jäh aus meinen Träumen riss.
In Sekundenschnelle galt es, die Gedanken zu sortieren: Welcher Tag ist heute?

Habe ich die Mülltonne raus? Häh? Wieso wird am Samstag Müll abgeholt? Mist! Nächste Woche ist Karfreitag, da rutschen die Termine nach vorne. Der Sprint im Schlafanzug zur Haustür nützt nichts mehr, ich sehe nur noch die Rücklichter des orangen Lastwagens. Tja, jetzt heißt die Devise also für die nächsten Wochen: Müllvermeidung!

Und da der Mensch bekanntlich lernfähig ist, bestehen ja berechtigte Hoffnungen, dass auch ich es dann spätestens bis Weihnachten endlich mal begriffen habe!