Um 14.12 Uhr "verabschiedete sich" ein Trafo im Umspannwerk Kronach und in dessen Folge auch einer im Mittel spannungs-Umspannwerk Neuses. In Kronach, Küps, Weißenbrunn und Schneckenlohe gingen die Lichter, Computer, Klimaanlagen etc. aus. Auch die Telefonanlagen, die am Stromnetz hängen und die Handynetze waren tot. Weil laut Pressesprecher Zängl kein technischer Schaden vorlag, konnte man den Strom für die betroffenen Regionen um 14.17 Uhr, also schon nach fünf Minuten, zuschalten.

Just, als unsere Redaktion wegen des ersten Stromausfalls mit dem Bayernwerk-Pressesprecher telefonierte, um 17 Uhr, gab es den nächsten - und der war zeitlich gravierender. Da war nicht ein müder Trafo schuld, es gab einen richtigen Kurzschluss im Netz. Die Bayernwerk-Techniker versuchten, die Störung durch Zuschalten einzelner Mittelspannungs-Abschnitte zu lokalisieren. Das bedeutete, dass der Bereich des Kronacher Kreuzbergs und der Lange Steig immer noch ohne Strom waren, während die Computer der FT-Redaktion in der Kronacher Rosenau schon wieder funktionierten. Die verschiedenen Zu- und Abschaltungen dauerten etwa zweieinhalb Stunden an, so dass immer wieder Teile Kronachs am Abend ohne Strom waren. Um 19.30 Uhr waren dann alle Haushalte wieder versorgt. Laut Maximilian Zängl wurden insgesamt vier 20.000-Volt-Abschnitte herausgeschaltet. Am Montagvormittag wird ein Kabelmesswagen eingesetzt, um damit zu orten, wo sich die schadhaften Stellen genau befinden. Die Stromversorgung der Haushalte ist in dieser Zeit laut Zängl nicht betroffen.

Die Reaktionen auf der Facebook-Seite unserer Redaktion waren enorm. In Dutzenden von Kommentaren meldeten unsere User, wo und wie lange überall "der Saft weg" war. Eine unkte, das sei die Rache für das Abschalten des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld, eine andere Userin befürchtete, das seien die Vorboten für einen großen Blackout.

Maximilian Zängl, der ständig mit den örtlich zuständigen Technikern in Verbindung war, konnte auch eine ganze Zeit nach der zweiten Störung noch keine Ursache nennen. Er vermutete, dass die große Hitze mit dafür verantwortlich war.