Streuen nur noch an bestimmten Stellen: Die oberfränkische Stadt Wallenfels (Landkreis Kronach) streut nur noch an "gefährlichen Fahrbahnstellen". Dazu gehören vielbefahrene Kreuzungen und Steigungen. Welche das sind, müsse je nach Situation entschieden werden. "Unsere Fahrer sind alle sehr erfahren und schätzen das dann richtig ein", erklärt Bürgermeister Jens Korn (CSU) inFranken.de.

Die Stadt bezieht ihr Streusalz von der KTU-Handelsgesellschaft-mbH in Kupferberg und der Südwestdeutschen Salzwerk AG in Heilbronn. "Da unsere Vertragspartner derzeit weitere Lieferungen nicht garantieren können, müssen wir unser Salz so einsetzen, dass wir möglichst lange unseren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen können", schreibt Korn auf der Facebook-Seite der Stadt.

Große Mengen Streusalz momentan nicht lieferbar

"Alternativen haben wir keine", sagt Korn inFranken.de. "Früher war das einfacher. Da konnte man die Streuer umstellen, zum Beispiel eben auf Split. Das ist jetzt nicht mehr so leicht möglich. Was bei den niedrigen Temperaturen auch nicht geht, ist zum Beispiel, mit Lauge zu arbeiten. Das ist technisch nicht möglich."

Bärbel Scheidig von der KTU-Handelsgesellschaft-mbH erklärt gegenüber der Bayerischen Rundschau, dass durch den starken Wintereinbruch Straßen wie Autobahnen Vorrang vor der Salzlieferung an Kommunen hätten. Dadurch entstehe die aktuelle Knappheit. Dennoch sehe sie keinen Notstand. Lieferungen seien weiterhin möglich, nur nicht in gewohnter Größe.

In anderen Städten ist die Lage entspannter. Sowohl in Forchheim als auch in Lichtenfels sind die Vorratslager noch gut gefüllt. Auch in Bayreuth steht Bauhofleiter Bernd Sellheim der Situation optimistisch gegenüber: "Es könnte zwar knapp werden, aber das schaffen wir schon. Dann müssten wir weniger streuen und wenn es ganz schlimm werden sollte, nur noch räumen. Aber so weit wird es nicht kommen."

Streufahrzeuge müssen repariert werden

In der Gemeinde Döhlau (Landkreis Hof) werden dagegen ebenfalls die Salzvorräte knapp. Dazu kommt, dass zwei Fahrzeuge ausgefallen sind. Eins davon habe noch am Dienstagnachmittag (9. Februar 2021) repariert werden können. Bei dem anderen werde das wohl noch ein paar Tage dauern, teilt die Gemeinde auf ihrer Facebook-Seite mit.

Auch einigen Kommunen im Landkreis Kulmbach gehen die Salzbestände aus, Diese sind nach den zurückliegenden schneereichen und kalten Wochen fast oder schon ganz aufgebraucht sind.