Magie, Zauberkräfte, Hexen - und ein Schloss, das selbst wie aus einem Märchen entsprungen scheint: In dem 1862 bis 1864 im englisch-gotischen Stil erbauten Schloss in Oberlangenstadt fanden die Filmemacher die perfekte Kulisse für den Kino-Streifen "Vier zauberhafte Schwestern".

Rund drei Wochen lang wurden in dem herrschaftlichen Anwesen sowohl Außen- als auch Innenszenen gedreht. Mit Katja Riemann, Justus von Dohnányi und anderen wirken gleich mehrere erfolgreiche deutsche Schauspieler mit.

Stars des Films, den Regisseur Sven Underwaldt auf Basis der Mädchenbuchreihe von Sheridan Winn inszenierte, sind aber natürlich die "vier zauberhaften Schwestern".

Der turbulente - mit viel Liebe zum Detail gedrehte - Film voller glitzernder Magie und "zauberhafter" Momente kam beim Kronacher Publikum glänzend an. Gelobt wurden die witzige Story und die schauspielerischen Leistungen ebenso wie insbesondere die imposante Filmkulisse, das malerische Schloss in Oberlangenstadt.

Unter den Besuchern der Premiere befand sich dann auch die Schlossherrin Baronin Künsberg, die sich vom Ergebnis der Aufnahmen sehr angetan zeigte. "Das war aufregend", erinnert sie sich an die Filmtage zurück. "Die Leute waren sehr nett und höflich und haben auch alles wieder in einem sauberen Zustand hinterlassen", lobt sie.

Der Aufwand sei immens gewesen; wurden beispielsweise im Haus Wände eingezogen. "Passend" gemacht werden musste auch der Springbrunnen im Park, in den zum Ende des Films ein Double von Katja Riemann sprang. "Aber auch die Schauspielerin selbst musste bestimmt zehn Mal von unten nach oben tauchen, bis die Szene fertig war", erinnert sich die Baronin zurück. Den Film findet sie ebenso gelungen wie die Darstellung ihres Schlosses, das in dem Streifen oftmals in voller Pracht zu sehen ist.

Oberlangenstädterin als Statistin

"Das Schloss ist wirklich so schön wie im Film", schwärmt Ida Wittmann. Die 13-jährige Oberlangenstädterin war als Statistin dabei und ließ sich die Premiere zusammen mit ihrer Mutter und ihrer gleichaltrigen Freundin Lina natürlich nicht entgehen. Ida wirkte bereits im in Kronach gedrehten Film "Résistance" mit sowie in "Fünf Freunde".

Wie aufwendig Dreharbeiten sind, könne man sich als Außenstehender kaum vorstellen. Obwohl sie selbst "lediglich" am Film-Ende kurz zu sehen war, war sie zusammen mit den anderen Statisten einen ganzen Drehtag ab 9 Uhr am Morgen bis in den Nachmittag hinein vor Ort. Dabei mussten sie gemeinsam eine Tanz-Szene einstudieren. Die Schauspieler seien dann erst später dazu gestoßen. "Die Szene wurde bestimmt 50 Mal aus den verschiedenen Blickwinkeln gedreht, bis sie im Kasten war", erzählt Ida, die von Lina im Film gleich entdeckt wurde: "Das ist schon witzig, die eigene Freundin im Fernsehen zu sehen", schmunzelt diese.

Botschaft vom Zusammenhalt

Vom Film begeistert zeigten sich auch die jeweils neunjährigen Lucie und Josefine sowie die zwölfjährige Laura und die ein Jahr ältere Lilli, die alle aus Oberlangenstadt kommen. Josefine und Laura gefällt die Botschaft des Filmes, dass man zusammenhalten muss. Lucie mochte besonders die Musik. Sie alle kennen das Schloss und waren auch schon dort. "Es ist schon eine Ehre, wenn bei uns ein Film gedreht wird", freut sich Laura.

Und darum geht es: Als Sky (Leonore von Berg) am Morgen ihres neunten Geburtstags aufwacht und ihre Finger bewegt, fangen ihre Kuscheltiere an zu fliegen. Ihre drei größeren Schwestern Flame (Laila Padotzke), Flora (Lilith Julie Johna) und Marina (Hedda Erlebach) wissen bereits Bescheid: Auch bei ihnen entfalteten sich magische Fähigkeiten an ihrem neunten Geburtstag.

Flame kann Flammen aus den Händen schießen lassen, Flora Pflanzen kontrollieren, und Marina kann es regen oder schneien lassen. Als Flame ihnen im Keller einen geheimen Raum mit einer seltsamen Windrose darin zeigt, passiert etwas Magisches: Als die Vier sie gemeinsam berühren, fliegt glitzernder Elbenstaub durch den Raum.

Sky ist begeistert und sieht nicht ein, warum sie ihre Kräfte vor anderen verbergen soll. Sie gerät mit Flame aneinander, die das Geheimnis bewahren will; nicht mal ihre "Eltern (Doris Schretzmayer, Gregor Bloéb) ahnen etwas.

Währenddessen macht sich die dunkle Zauberin Glenda (Katja Riemann mit pinken Haaren) auf den Weg nach Cantrip Towers, dem Zuhause der Schwestern. Sie hat die wieder erwachte Kraft der Windrose, mit der sie ein dunkles Geheimnis verbindet, gespürt und beansprucht nun deren magische Kräfte für sich. Mit perfiden Tricks versucht sie, einen Keil zwischen die Schwestern zu treiben. Diese müssen sich zusammenraufen; schließlich steht nicht nur der große Gesangswettbewerb an ihrer Schule bevor, an dem sie als "Sista Magic" teilnehmen wollen. Sollten sie sich nicht vertragen, ist Cantrip Towers in großer Gefahr.Der Film läuft ab Donnerstag regulär im Kronacher Kino.