"Wadenbeinbruch": ein Wort, das in diesen Tagen in Mitwitz leider strapaziert werden muss. Nachdem Routinier Marc Hofmann Anfang Oktober im Spiel gegen den SV Ketschendorf diese Verletzung erlitten hatte und mittlerweile erfolgreich operiert wurde, erwischte es am vergangenen Wochenende Johannes Schmidt in der Partie gegen Burgebrach. Während Hofmann "sofort merkte, dass etwas kaputt ist", war Schmidt die Schwere der Verletzung zunächst noch nicht bewusst.

Der 21-Jährige spielte nach dem Zweikampf, bei dem er sich verletzte, sogar noch rund zehn Minuten weiter, ehe er nach rund einer halben Stunde vom Rasen humpelte. Am nächsten Tag ließ sich Schmidt im Krankenhaus untersuchen und bekam ebenfalls die Diagnose Wadenbeinbruch gestellt. Wie Spielertrainer Erik Vetter erklärt, sei die Verletzung aber nicht ganz so schwerwiegend wie bei Hofmann - eine Operation ist nicht vonnöten. Schmidt muss mit geschientem Bein rund einen Monat auf Krücken gehen, ehe er es wieder belasten kann. An Fußball ist dann aber natürlich noch nicht zu denken.

Kaum zu denken war in der bisherigen Saison an einen FC Mitwitz ohne Johannes Schmidt. Der Mittelfeldspieler, der beim FC Coburg ausgebildet wurde, verpasste vor seiner Verletzung gerade einmal 14 Spielminuten in der Bezirksliga West.

Da hofft natürlich nicht nur Vetter, dass der 21-Jährige nach der Winterpause wieder komplett gen

esen ist.

Bezirksliga West

TSV Schammelsdorf (4.) - FC Mitwitz (13.)

Gut gebrauchen könnten die Steinachtaler Schmidt am heutigen Samstag (16 Uhr) bei der Auswärtsaufgabe in Schammelsdorf. Das Team aus dem Landkreis Bamberg mischt als Tabellenvierter noch kräftig mit im Rennen um den Aufstieg, musste aber am vergangenen Spieltag eine 0:2-Niederlage in Marktzeuln hinnehmen. Die Zeulner schoben sich nach dem Überraschungsdreier an den Mitwitzern vorbei. Überhaupt lief der Spieltag aus Sicht des FCM nicht gut, denn auch die weiteren Abstiegskonkurrenten TSV Ebensfeld (5:0 gegen Ebing) sowie SV Ketschendorf (1:0 gegen Oberhaid) punkteten dreifach. Vetter nimmt die Erfolge der Konkurrenz aber sportlich: "Dass diese Mannschaften nicht immer für uns spielen können, war klar."

Mehr ärgern tut ihn da das Ergebnis seines Teams gegen den Tabellenzweiten Burgebrach (0:3) - mit der Leistung war er dagegen recht zufrieden.

Der FCM-Spielertrainer haderte mit der Chancenverwertung seiner Elf und mit der Leistung des Schiedsrichters, der Burgebrach laut Vetter zwei sehr glückliche Elfmeter - einen hielt Keeper Jan Winterstein - zusprach. "Wir waren leider zu doof, ein Tor zu schießen", so Vetter. Möglichkeiten gab es zur Genüge. Der 35-Jährige nennt exemplarisch eine Szene nach knapp einer Viertelstunde. In dieser prallte der Ball nach einem Getümmel an den Pfosten, der Mitwitzer Stürmer Janko Weiß schoss dann den Burgebracher Torhüter an und das Spielgerät rollte dann entlang der Linie, ohne diese vollständig zu überqueren.

"Ganz ehrlich, für einen Tabellenzweiten war ich von der spielerischen Qualität von Burgebrach enttäuscht, nur der Freistoß zum 2:0 war genial. Wir haben weite Teile des Spiels bestimmt", sagt Vetter. Deshalb schöpft der FCM-Coach trotz der Niederlage auch Selbstvertrauen aus der Partie. "Nach diesem Spiel werden wir uns gegen keinen mehr verstecken, auch in Schammelsdorf nicht." Auf dem Papier hat der Mitwitzer Gegner mit lediglich 22 Gegentoren in 23 Spielen die zweitbeste Abwehr der Liga, doch Vetter sieht auch Chancen. "Sie haben in der Abwehr nicht die schnellsten Spieler, das möchten wir ausnutzen." Fraglich ist der Einsatz von Tobias Gentzsch, der sich im Training an der Schulter verletzte.

FC Mitwitz: Winterstein, Sünkel - C. Müller, Engel, Te Kloot, Weiß, Totzauer, Arm, Büttner, Föhrweiser, S. Müller, Parchent, Vetter, Angermüller, Gentzsch (?)