Oft stand der SV Buchbach in der Saison 2016/17 nicht an der Tabellenspitze der A-Klasse 6. Viermal war dies im September der Fall und dann noch drei weitere Male im Mai, aber das lag hauptsächlich daran, dass die Mannschaft von Trainer Dirk Heimann über weite Strecken weniger Spiele ausgetragen hatte als die Konkurrenz. Erst am 7. Mai konnte die spielfreie SG Nordhalben auf Rang 1 wieder abgelöst werden. Eine Woche später war die Meisterschaft nach dem 2:1-Erfolg im Spitzenspiel perfekt.
"Es war ein umkämpftes Spiel gegen den erwartet schweren Gegner. Um so schöner war es, als der Titel endlich unter Dach und Fach war", blickt der Trainer auf das entscheidende Spiel zurück. Damals konnte mit 220 Zuschauern auch die beste Kulisse der gesamten Saison in der A-6 registriert werden.
Zum Matchwinner avancierte Sven Nikolajew, der mit seinem Doppelpack sein Torekonto auf 15 erhöhte und damit die interne Torschützenliste vor Ferdi Karatas (11), Lukas Kappe und Ünal Sengül (je 8) anführte. Mit 76 Treffern stellten die Buchbacher "nur" den viertbesten Angriff der A-6, mit 41 Gegentoren die zweitbeste Abwehr hinter dem TSV Tettau. In der Rückrunde hat sich der Meister in der Defensive aber stabilisiert und sich vor allem als sehr heimstark erwiesen. Heimann: "Darauf müssen wir aufbauen und weiter an uns arbeiten."


Klassenerhalt ist das Ziel

Der SV-Trainer weiß natürlich, dass seine Schützlinge in der kommenden Saison deutlich mehr gefordert sein werden. Das letzte Gastspiel in der Kreisklasse dauerte drei Jahre, ehe es vor einem Jahr in Windheim mit der Niederlage gegen den ASV Kleintettau II abrupt endete. "Wir werden alles dran geben, damit wir den Klassenerhalt schaffen", verspricht Dirk Heimann, der dem SV Buchbach als Trainer erhalten bleibt. Im Spielerkader wird es Veränderungen geben, die aber noch nicht spruchreif sind.
Gut möglich, dass in der Winterpause dann wieder ein Trainingslager in Bad Blankenburg durchgeführt wird. Mit einer solchen Maßnahme legte der SV Buchbach heuer nicht nur die konditionellen Grundlagen für eine fast perfekte "Frühjahrsrunde" - in elf Spielen gab es zehn Siege und ein Remis -, sondern "es war auch für die Kameradschaft sehr wichtig", weiß Heimann. Gerade der Zusammenhalt war es, der seiner Meinung nach die Mannschaft ausgezeichnet hat.
Nur dreimal wurden beim SV in der A-Klasse 100 oder mehr Zuschauer gezählt. Das dürfte sich in der kommenden Saison ändern, wenn Nachbarderbys wie gegen den TSV Windheim, den FC Hirschfeld und die SG Rothenkirchen auf dem Programm stehen. Dann geht es auch wieder gegen den TSV Tettau, der über die Relegation ebenfalls den Aufstieg geschafft hat. Die Buchbacher und der TSV haben eine Spielgemeinschaft gebildet, die in der B-Klasse 4 Kronach immerhin den dritten Platz erreicht hat.