Den ersten Meilenstein der Saison hat der SV Friesen in der Fußball-Landesliga Nordost bereits am vergangenen Sonntag erreicht. Mit dem 1:1 beim FC Herzogenaurach haben die Friesener 20 Punkte auf dem Konto und somit die halbe Miete zum Klassenerhalt. Entsprechend beruhigt kann der SV am Sonntag um 11 Uhr zum Auswärtsspiel beim Tabellendritten reisen. SC Feucht - SV Friesen Diese ungewöhnliche Anstoßzeit bei einer rund anderthalbstündigen Anfahrt nach Mittelfranken ärgert den Friesener Trainer Armin Eck: "Das ist eine grenzwertige Uhrzeit. Für mich ist das nicht ganz verständlich, dass so etwas möglich ist."

Beruhigend ist hingegen der Blick auf das Friesener Lazarett, das sich langsam lichtet.

Nico Gehring ist nach langer Verletzungspause Anfang der Woche wieder ins Training eingestiegen, Kai Aust absolvierte am Mittwoch erste Laufeinheiten, während Nils Firnschild in der Friesener Kreisliga-Mannschaft gegen die DJK Lichtenfels wieder das Toreschießen übte. Unklar ist jedoch, ob es für den anderen Friesener Torjäger, Christian Brandt, am Sonntag reichen wird.

Kurz vor der Partie in Herzogenaurach musste er wegen Leistungsproblemen passen. Trotz dieses Ausfalls war Eck mit der Vorstellung seines Teams zufrieden: "Ich war mit unserer Leistung einverstanden, die auch von Nöten war. Herzogenaurach war der erwartet starke Gegner. Es war ein Spiel mit extrem hohen Tempo, in dem wir ein leichtes Chancenplus hatten. Bei einer besseren Chancenverwertung wäre mehr drin gewesen."

Wobei sich seine Mannschaft gegen Ende des Spiels bei Torwart Tobias Bauerschmidt bedanken durfte, dass sie nicht mit leeren Händen nach Hause gefahren ist. Zehn Minuten vor Schluss parierte er einen Handelfmeter, kurz darauf hielt er im Eins-gegen-Eins "sensationell", wie es Eck ausdrückt.

Was Ecks Team erwartet, wenn es gegen halb 8 Uhr morgens von Friesen in Richtung Mittelfranken aufbricht, ist der "ausgewiesene Topfavorit der Liga", der mit vier Siegen am Stück gerade wieder ins Rollen gekommen ist (3. Platz/31 Punkte). "Feucht ist auf fast allen Positionen überdurchschnittlich gut besetzt und besonders bei Standards gefährlich. Aber wir versuchen, frech genug zu sein, um etwas Zählbares mitzunehmen", sagt der ehemalige Profi des FC Bayern München. dob SV Friesen: Bauerschmidt/Wolf - Altwasser, Sesselmann, Wiebach, Baier, Nützel, Firnschild, Münch, Lindner, Schülein, Söllner, Müller, Tögel, Brandt (?), Kunz (?). Es fehlen: Gehring, Aust, Roger, Daumann, Rödel, Schütz (alle verletzt). FC Eintracht Bamberg -FC Coburg

"Wir wollen auch nach der Partie beim FC Bamberg (1./36) oberhalb der Schleudersitze rangieren", lautet die Wunschvorstellung von FCC-Trainer Lars Scheler. Das Unterfangen, in der Domstadt nicht leer auszugehen, dürfte allerdings einen Höllenritt gleichkommen. Die Gastgeber sind als einziges Team der Liga noch ungeschlagen.

"Bamberg steht zu Recht an der Tabellenspitze. Trotzdem werden wir mutig in dieses Duell gehen und keinen Zweikampf scheuen", gab er seinen Jungs am Donnerstag in der Lagebesprechung mit auf dem Weg. Stürmer Tevin McCullough steht beim FC Coburg (14./13) nach seinem Urlaub wieder im Aufgebot und vom reaktivierten Sam erhofft sich der Coach zumindest mittelfristig Effizienz. FC Coburg: Churilov / Krempel - E. Heinze, L. Heinze, Schmidt, Alles, Knie, Mosert, S. Sener, Kolb, Scheler, Guhling, Kimmel, Sam, McCullough, G. Sener, L. Teuchert, Riedelbauch. Es fehlen: Dilauro, F. Carl (beide verletzt). red/hh SC Großschwarzenlohe - TSV Sonnefeld

14 Spiele - sieben Tore - 77 Gegentore. Die Bilanz des TSV Sonnefeld (18./1) ist verheerend. Am heutigen Samstag (15 Uhr) geht es zu Aufsteiger SC Großschwarzenlohe (17./10), der als Tabellenvorletzter schon neun Punkte mehr auf dem Konto hat.

Trotzdem fordert Coach Heiko Schröder Woche für Woche konzentrierte Leistungen. Und das teilweise sogar mit Erfolg, denn selbst gegen Spitzenreiter FC Eintracht Bamberg reichte es vergangene Woche zu einem 1:1 bis zur Pause, ehe danach alle Dämme brachen und mit Ludwig Scheler noch der beste TSV-Spieler wieder einmal vom Platz flog. oph TSV Sonnefeld: Rang - Kunick, T. Bauer, Hummel, Brückner, Baierl, Dietz, Graf, Wandrai, Pohl, Heider, Le. Kappenberger, Herring, Jacob. Es fehlen: Lu. Scheler (gesperrt), Schorn, Demel, Krämer (alle verletzt). FC Lichtenfels - FC Vorwärts Röslau

Drei Punkte aus den vergangenen sechs Landesliga-Spielen sind eine magere Bilanz - nun will der FC Lichtenfels (9./19) die Trendwende einleiten. Die Chancen stehen nicht schlecht: Nach vielen Duellen gegen Topteams warten nun Gegner auf Augenhöhe auf den Tabellenneunten.

Den Anfang macht am Samstag (16 Uhr) das Heimspiel gegen den ebenfalls arg gebeutelten FC Vorwärts Röslau . Der Zwölfte (17 Punkte) wartet seit sechs Partien auf einen Sieg. ter FC Lichtenfels: Kraus, Köster (?) - Wige, L. Dietz, L. Jankowiak, Schaller, Ljevsic, Scholz, Schunke, Mohr, Zollnhofer, Lulei, Graf, Hellmuth, Wagner, Mex, Geldner.