Nach dem Osterwochenende, an dem die meisten Mannschaften zweimal ran mussten, beginnt am kommenden Wochenende die heiße Phase in der Kreisklasse 4. Eine Entscheidung ist über die Feiertage bereits gefallen: Der FC Seibelsdorf muss nach drei Jahren wieder runter in die A-Klasse.

Von einer Entscheidung ist das Aufstiegsrennen noch weit entfernt. Haig und Gifting sind dem Spitzenreiter Steinberg weiterhin auf den Fersen, vor allem nach dessen 3:4-Heimniederlage in einem spektakulären Spitzenspiel gegen den TSV Neukenroth. Am Sonntag kommt mit dem FC Hirschfeld ein weiterer starker Gegner auf die Steinberger zu, der derzeit allerdings seit drei Spielen auf einen Sieg wartet.

Eine vermeintlich leichtere Aufgabe hat der SV Gifting mit dem FC Unter-/Oberrodach zu lösen. Der FCU befindet sich derzeit in einer Krise und fand sich nach Ostern plötzlich auf dem Abstiegsrelegationsplatz wieder. Ähnlich geht es derzeit der SG Kleintettau II/Buchbach. Lange befand sich das Team um Kapitän Philipp Rutkowski im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Im Jahr 2019 will es aber so gar nicht rund laufen und gegen Ende der Spielzeit muss die neu gegründete Spielgemeinschaft nochmal um den Klassenerhalt bangen.

Herr Rutkowski, nachdem Ihre Mannschaft nur zwei Punkte nach der Winterpause geholt hat, steckt sie nun mitten im Abstiegskampf. Wie ist dieser Absturz zu erklären?

Philipp Rutkowski: Zum einen ziehen sich die Verletzungssorgen aus der ersten Mannschaft natürlich bis zu uns durch. Aber vor allem sind wir zu harmlos vor dem Tor. Es ist nicht so, dass wir keine Chancen mehr hätten. Im Spiel gegen Gundelsdorf waren wir komplett überlegen, haben aber einfach kein Tor gemacht. Unsere drei Top-Torschützen haben jeweils vier Tore, das sagt eigentlich alles.

In den verbleibenden vier Spielen geht es zweimal gegen Topteams und zweimal gegen direkte Konkurrenten. Wie wollen Sie das Restprogramm angehen?

Gegen Windheim und vor allem jetzt gegen Burggrub müssen wir gewinnen, sonst sind wir weg. Ich gehe davon aus, dass Windheim noch ein paar Pünktchen holt. Wenn wir am Wochenende gegen Burggrub nichts holen und es blöd läuft, spielen wir am letzten Spieltag vielleicht gegen Windheim um die Relegation. Es wird am Sonntag schon ein kleines Endspiel.

Wie schätzen Sie Ihren nächsten Gegner, den FC Burggrub ein?

Für uns gibt es nichts anderes, als zu gewinnen und vorne auch mal ein Tor zu erzwingen. Beim Hinspiel in Buchbach war Burggrub klar besser und hatte die besseren Chancen. Nur hatten wir damals das Glück, aus dem Nichts zwei Tore zu machen und glücklich zu gewinnen. Burggrub hat vorne gute Leute. Das wird jedenfalls nicht einfach.

Wer hat die besseren Karten im Abstiegskampf?

Ich hoffe natürlich, dass es uns nicht trifft. Burggrub ist schon ziemlich abgeschlagen. Das Restprogramm von Unterrodach ist ähnlich schwierig, wie unseres. Daher schätze ich, dass es Unterrodach erwischen wird.

Welches ist aus Ihrer Sicht das interessanteste Spiel am Wochenende?

Bei Gifting gegen Unterrodach hoffe ich natürlich auf einen Sieg für Gifting. So wie ich die Giftinger am Wochenende gesehen habe, denke ich schon, dass sie gewinnen werden.

Wenn ich mir die vergangenen Jahre anschaue, hat Steinwiesen immer schlecht in Windheim ausgesehen. Daher gehe ich davon einem Windheimer Sieg aus.

Bei Reitsch gegen Rothenkirchen hoffe ich natürlich auch auf Rothenkirchen, obwohl sie in der Rückrunde etliche Punkte liegen gelassen haben bei vermeintlich schwächeren Mannschaften. Das Gespräch führte Dominic Buckreus.