Gerade einmal neun mickrige Pünktchen in 17 Heimspielen holte der SV Werder Bremen in der vergangenen Bundesliga-Saison - auswärts waren es immerhin 22 Zähler, die letztlich gerade noch so für den Klassenerhalt reichten. Was das mit dem FC Mitwitz zu tun hat? "Ich wurde schon ein paar Mal von Bekannten angesprochen, ob wir denn das Werder Bremen der Bezirksliga seien", erklärt Erik Vetter, Spielertrainer der Steinachtaler.

Der Vergleich ist durchaus treffend: in den bisherigen neun Heimpartien fuhr der FCM gerade einmal acht Punkte (zwei Siege, zwei Remis, fünf Niederlagen) ein. Der nächste Anlauf für den dritten Dreier startet am Samstag um 16 Uhr gegen den Tabellenzweiten Burgebrach.

Bezirksliga West

FC Mitwitz (10.) - TSV Burgebrach (2.)

Während die Konkurrenz am vergangenen Wochenende um Punkte in der Liga kämpfte, waren die Mitwitzer auf Abwegen im Verbandspokal unterwegs. Gegen den Landesligisten Jahn Forchheim musste sich der FCM nach einer torlosen ersten Halbzeit noch mit 0:6 geschlagen geben.

Vetters Kurzfazit? "Es hat sich keiner verletzt und wir haben noch ein klein wenig Geld eingenommen." Und auch mit dem Auftritt an sich war der Spielertrainer nicht unzufrieden: "In den ersten 45 Minuten haben wir wirklich gut mitgehalten und waren sicher in der Abwehr gestanden. Der Elfmeter gegen uns Anfang der zweiten Halbzeit war aus unserer Sicht sehr unglücklich. Danach war Forchheim dann klar besser."

Nach dem überraschenden 2:1-Auswärtssieg des TSV Sonnefeld in Merkendorf am vergangenen Wochenende ist die untere Tabellenhälfte nun wieder näher zusammengerückt. Mitwitz hat als Tabellenzehnter nur noch vier Punkte Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz. "Man muss aber auch sagen, dass die beiden Spieltage davor aus unserer Sicht sehr gut gelaufen sind. Wir müssen gegen fast jeden direkten Konkurrenten noch spielen, können also noch genug Punkte auf unser Konto legen", so Vetter. Der heutige Gegner Burgebrach gehört dabei nicht zur direkten Konkurrenz.

Der Aufsteiger ist seit mittlerweile elf Partien ungeschlagen und mischt damit weiter kräftig mit um den erneuten Aufstieg mit. "Burgebrach ist eine richtig starke Mannschaft mit viel Qualität in der Offensive. Torjäger Stanislaw Nikiforow ist hier exemplarisch zu nennen", sagt Vetter. An das Hinspiel (0:0) erinnert sich der 35-Jährige gerne zurück. Damals spielte Mitwitz am 9. Spieltag zum ersten Mal zu null.

"Ein 0:0 würde ich wieder unterschreiben. Aber einen dreckigen 1:0-Sieg würde ich auch nehmen", sagt Vetter grinsend.

FC Mitwitz: Winterstein, Sünkel - C. Müller, Engel, Te Kloot, Weiß, Totzauer, Arm, Büttner, Schmidt, Föhrweiser, S. Müller, Parchent, Vetter, Angermüller, Gentzsch