Die Kreisklasse 4 ist auch am vergangenen Wochenende nicht wirklich aus dem Winterschlaf erwacht. Erneut wurde nur eine Partie angepfiffen. Diese sorgte jedoch für eine kleine Überraschung, denn die SG Rothenkirchen verspielte einen 2:0-Vorsprung bei der SG Kleintettau II und fuhr mit nur einem Punkt nach Hause.

Am kommenden Spieltag erwartet Rothenkirchen den Tabellenvorletzten FC Burggrub. Ein Heimsieg ist also Pflicht, zumal es die Konkurrenten im Aufstiegsrennen ebenfalls mit Gegnern aus der unteren Tabellenhälfte zu tun haben.

Auf Rothenkirchener Schützenhilfe hofft auch der FC Seibelsdorf. Im Kellerduell muss der Tabellenletzte beim SV Reitsch antreten und FCS-Kapitän Fabian Kremer weiß um die Bedeutung dieser Partie. Der offensive Mittelfeldspieler will diesmal mit seiner Mannschaft mehr herausholen als beim enttäuschenden 2:2 gegen den TSV Windheim vor zwei Wochen.

Herr Kremer, Ihre Mannschaft steckt seit Saisonbeginn tief im Abstiegskampf. Im letzten Spiel gab es nur ein Remis im wichtigen Spiel gegen Windheim, jetzt steht gegen Reitsch das nächste Kellerduell an. Ist diese Partie schon die letzte Chance auf den Klassenerhalt?

Fabian Kremer: Uns ist klar, dass das Unentschieden zu Hause gegen Windheim zu wenig war. Gegen Reitsch ist es vermutlich schon die letzte Chance für uns. Wenn wir noch eine Chance auf den Relegationsplatz haben wollen, müssen wir gewinnen. Wie sollen wir sonst die sieben Punkte in den wenigen verbleibenden Spiele noch aufholen? Trotzdem wäre es Quatsch, die Hoffnung jetzt schon aufzugeben, selbst wenn der nächste Rückschlag noch so groß wäre.

Worauf wird es im Spiel gegen den SV Reitsch ankommen?

Nach der Winterpause ist es immer schwer einzuschätzen, wie die Vorbereitung bei anderen Mannschaften gelaufen ist. Reitsch ist heimstark und bei Standards immer sehr gefährlich sowie bei hohen Bällen. Das heißt, wir müssen bei Flanken und Standards besser stehen. Wir haben ein paar technisch gute Spieler in der Mannschaft und müssen den Ball laufen lassen. Da kommt es auf ein gutes Zusammenspiel und den einen oder anderen Konter an.

Ähnlich wie im Sommer hat sich im Winter beim FC Seibelsdorf personell viel getan. Acht Abgängen stehen sechs Neuzugänge gegenüber. Ist es schwierig , so viele neue Leute zu integrieren und sich als Mannschaft wieder neu zu finden?

Das braucht natürlich ein paar Spiele. Wenn man mehrere neue Spieler hat, die sich nicht kennen, dann funktioniert das nicht von jetzt auf gleich. Nach ein paar Spielen kennt jeder die Spielweise, die Stärken und Laufwege des anderen. Da ist es natürlich von Vorteil, wenn man die ersten Spiele erfolgreich bestreitet. Dann kommt gleich eine andere Stimmung auf.

Was ist aus Ihrer Sicht das interessanteste Spiel am Wochenende?

Hirschfeld gegen Gifting wird sicher interessant. Hirschfeld hat eine gute Mannschaft und spielt um den Relegationsplatz und vielleicht sogar um die Meisterschaft mit. Gifting hat theoretisch auch noch eine Chance, mit einer Serie anzugreifen. Das traue ich ihnen zu, denn sie haben eine richtig starke Mannschaft. Da Hirschfeld aber sehr heimstark ist, tippe ich eher auf einen Heimsieg.

Wer ist für Sie der beste offensive Mittelfeldspieler der Liga?

Es gibt viele gute Spieler in unterschiedlichen Mannschaften. Bei diesen kommt es auch wieder auf die Mitspieler an. Selbst in der Kreisklasse gibt es viele gute Fußballer, da möchte ich keinen speziell hervorheben. Das Gespräch führte Dominic Buckreus.