Es läuft derzeit rund bei der SG Teuschnitz/Wickendorf. Nach sieben Spielen steht sie in der A-Klasse 5 ungeschlagen an der Tabellenspitze. Der einzige Schönheitsfleck bislang: das 1:1 zum Auftakt bei der SG Gehülz. Klar, dass so ein Saisonstart das Selbstvertrauen stärkt. "Wir wollen aufsteigen. Wenn nicht diese Saison, dann spätestens nächste", sagt der Teuschnitzer Vorsitzende Christian Funk.

In den vergangenen beiden Jahren hat sich die Spielgemeinschaft vor allem um die Jugendarbeit gekümmert. Aus Mangel an eigenen Nachwuchsteams verließen in der Vergangenheit viele Talente den Verein. Diese haben Funk und seine Mitstreiter nun nach und nach zurückgeholt und in die Mannschaft eingebaut. "Wir haben einen guten Mix gefunden", sagt der 39-Jährige, der in dieser Spielzeit selbst viermal auflief und dabei fünf Tore schoss.

Ob nun Jungspunde wie etwa Daniel Hertel, Jonathan Bayer, Rojdar Duman, Kilian Körner sowie Benjamin und Julian Förtsch oder die erfahreneren Dominik Raab, Philipp Hofmann und Andreas Bayer - alle ziehen an einem Strang, versichert Funk. "Ich möchte da gar keinen herausheben. Sie rufen momentan alle ihre Leistung ab und wir haben alle das Ziel, dass wir rauf wollen."

Einzige Wermutstropfen bislang sind zwei Kreuzbandrisse: Kapitän Lukas Hummel wird erst nach dem Winter zurückkehren und auch Johannes Bayer fehlt nach seiner Verletzung im Spiel gegen Ebersdorf noch lange.

Überrascht ist in Teuschnitz und Wickendorf kaum jemand vom derzeitigen Lauf. Bereits Anfang des Jahres hatte sich angedeutet, dass sich bei der Spielgemeinschaft vieles zum Positiven entwickelt hat. Lag sie vor der Winterpause 2018/19 mit 24 Punkten aus 16 Spielen noch auf Rang 8 der A-Klasse 5, dominierte sie die Liga im Frühjahr mit 22 Zählern aus zehn Partien - Platz 1 in der Tabelle nach dem Winter, noch vor dem Meister SG Nordhalben.

Glück beim Auftaktspiel

Dass diese Spielzeit freilich kein Selbstläufer werden wird, zeigte schon der erste Spieltag mit dem 1:1 bei der SG Gehülz. "Da haben wir alle nicht unbedingt gut gespielt und hatten sogar etwas Glück, dass wir noch einen Punkt geholt haben", erinnert sich Funk. Erstaunt war er vom deutlichen Auswärtserfolg eine Woche später in Tschirn gegen die SG Nurn/Tschirn (3:0), bei der man sich in der Vergangenheit oft schwer getan habe.

Spätestens aber mit den beiden Heimsiegen gegen die als Aufstiegsanwärter gehandelten Ebersdorfer (4:0) und Welitscher (5:0) war für Funk ein großer Fortschritt sichtbar. "Man merkt mittlerweile auch das Spielerische, das uns in den Jahren vorher gefehlt hat. Kampfstark waren wir schon immer. Aber vor allem im Mittelfeld mit unseren beiden Sechsern Philipp Hofmann und Rojdar Duman, und davor mit Kilian Körner als Zehner, haben wir spielstarke Spieler. Da können wir auch mal den Gegner laufen lassen. Man merkt, dass das spielerische Niveau von Spiel zu Spiel steigt", schwärmt Funk.

Topspiele stehen noch aus

Trotz dieser jüngsten Erfolge stehen die größten Herausforderungen noch vor Funk und seinen Mitspielern. Neben seiner Mannschaft sieht der Vorsitzende vor allem die derzeitigen Verfolger aus Neukenroth, Ziegelerden und Neufang/Birnbaum als ärgste Konkurrenten um den Aufstieg - gegen keines der drei Teams hat die SG bislang antreten müssen. Anfang Oktober stehen die Duelle gegen den TSV Neukenroth II und gleich danach beim FSV Ziegelerden an. In neun Tagen gastiert die SG Neufang II/Birnbaum in Teuschnitz.

Zuvor hat die SG am Samstag um 14 Uhr eine vermeintlich einfache Aufgabe beim Vorletzten SG Steinberg/Gifting II zu lösen. "Ich erwarte, dass sie besser sind, als es ihr Tabellenplatz aussagt. Sie haben mit Torsten Förtsch einen absoluten Leader. Trotzdem sind für uns drei Punkte Pflicht. Wir dürfen sie nur nicht unterschätzen", warnt Funk.