Der neue Schwarze Steg wird optisch nicht so opulent ausfallen wie der bisherige. Deshalb ist er mit 100.000 Euro auch nur knapp halb so teuer wie der bislang angedachte Ersatzbau, der 210.000 Euro kosten sollte. Allein knapp 40.000 Euro wären allein schon für eine Behelfsbrücke während der Bauzeit angefallen.

Weil die weiß angestrichene Holzkon struktion des Schwarzen Stegs schon nach kurzer Zeit marode wurde, hatten die Kronacher Stadträte Bedenken, Holzbohlen auf das künftige stählerne Tragwerk zu legen. Sie waren für eine dauerhafte Lösung und vor allem dafür, die beiden bisherigen gesperrten Fußgängerbrücken so schnell wie möglich abzureißen, damit man keine Gefahr läuft, dass das durch Fäulnis stark geschädigte Bauwerk eventuell in die im Winter und Frühjahr Hochwasser führenden Flüsse Haßlach und Kronach stürzen könnte.


Billig, aber nicht schön

Eigentlich wollte der Stadtrat die bisherigen beiden Teile des Schwarzen Stegs "ertüchtigen", das heißt, mit Stahlträgern oder Holzbindern abstützen. Das sollte 40.000 Euro kosten und vier bis fünf Jahre halten, so lange, bis Klarheit herrschen würde, ob man die alte Bahnbrücke, die an das Landesgartenschaugelände grenzt, erwerben darf. Doch der Statiker stufte den Schwarzen Steg als so marode ein, dass ein Abstützen nicht möglich sei. Da dem Stadtrat diese Wegeverbindung so wichtig ist, schlug die Verwaltung vor, den Steg dauerhaft in einfachster Ausführung zu erstellen. Damit wären die Kosten für einen Neubau kaum höher als für eine Behelfsbrücke. Diese hätte knapp 40.000 Euro gekostet.

Der etwa 100.000 Euro teure Neubau des Schwarzen Stegs würde aus Stahlträgern bestehen, auf denen Holzbohlen aufgeschraubt werden könnten, wahlweise auch ein witterungsfestes Material, weil ja gegen die Verwendung von Holz Bedenken angemeldet wurden.

Weil der neue Schwarze Steg viel billiger ist, ist er auch nicht so schön. Winfried Lebok (CSU) bemängelte, dass der Steg städtebaulich nicht reinpasse.