Die Sanierung der Ostlandstraße im Wohngebiet "Am Anger" geht gut voran. Der erste Bauabschnitt, die untere Straßenhälfte von der Lucas-Cranach-Straße bis zur Kreuzung Scheffelstraße, wurde mit einer Grobdecke versehen und wartet nur noch auf den Feinasphalt.

Die Straße war in den letzten Jahren in einem äußerst schlechten Zustand. Sie wurde seit ihrem Bau Ende der 60er Jahre nicht mehr saniert und erhält jetzt einen Vollausbau. Seit März wird an der wichtigen Verbindungsstraße im Wohngebiet "Am Anger" gearbeitet. Im Zuge der Straßensanierung werden auch Wasserleitung sowie Regen- und Schmutzwasserkanal (Trennsystem) auf der Gesamtlänge von 300 Metern erneuert.

600 000 Euro Gesamtkosten

Während alle anderen Baumaßnahmen von einem privaten Anbieter ausgeführt werden, wird die Wasserleitung auf der gesamten Strecke vom gemeindlichen Bauhof verlegt. Hierbei werden fünf neue Schieberkreuze eingesetzt. Auch die Straßenbeleuchtung wird neu gemacht, in traditioneller "Kofferleuchten-Technik" mit Gelblicht.

Bei einer Baustellenbegehung informieren Bauamtsleiter Andreas Schorn und Bürgermeister Hans Pietz, dass die gesamte Baumaßnahme bis Ende November abgeschlossen sein soll. Die Gesamtkosten werden etwa 600 000 Euro betragen. Bei dieser Summe rechnet die Marktgemeinde mit Fördermitteln aus dem Finanzausgleich in Höhe von etwa von 130 000 Euro. Auch die Bayernwerke schlossen sich kurzfristig der Baumaßnahme an und verlegten neue 20-Kilovolt-Leitungen in den Untergrund, nachdem die Straße ohnehin aufgebaggert war.

"Dies war ursprünglich nicht so geplant, unsere ersten Anfragen - lange vor Baubeginn - hatten zunächst leider keinen Erfolg", sagte Bürgermeister Hans Pietz. Jetzt sei er froh darüber, dass sich die Bayernwerke doch noch angeschlossen haben. "Sonst wären womöglich in wenigen Jahren wieder neue Straßen-Aufrisse nötig gewesen. Immerhin waren die letzten drei großen Stromausfälle in der Region auf dieses alte Leitungsnetz unter dem Pressiger Anger zurückzuführen."

Im Zuge der Straßensanierung wurde auch der angrenzende Spielplatz mit einem neuen Zaun versehen, wie Bürgermeister Hans Pietz und Bauamtsleiter Andreas Schorn sagten.