Eröffnet wurde die Kunstausstellung mit afrikanischenTrommelklängen und Tänzen der Gruppe "Kummazamm". In gelungener Atmosphäre folgten die Besucher dem Rhythmus der Musik und nahmen sich Zeit, die vielen farbkräftigen, konkreten bis abstrakten Bilder zu betrachten und lernten sie zu verstehen. Zudem ist die Ausstellung ein Vorgeschmack auf das kommende Afrikafest des Jugend- und Kulturtreffs Struwwelpeter in Kronach.

Begabung früh entdeckt

Ihre Begabung und Faszination für Farbe und Gestaltung entdeckte Noeline Asike Mills schon in ihrer frühesten Kindheit, weshalb sie auch ihre Leidenschaft zum Beruf machte und 1998 ein Kunststudium begann.
Seit 2004 ist sie nun in Bayern und möchte mit ihren Bildern die Schönheit, Geschichte und Lebensstil ihrer Heimat Afrika vermitteln.

Für ihre Ausstellung wählte die afrikanische Künstlerin den Titel "Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft". Noeline Asike Mills erklärt: "Das Thema betrifft jeden von uns. Man plant für die Zukunft - ohne zu wissen, ob es klappt. Unsere Zukunft ist wie unsere Vergangenheit."

Lebensabschnitte vereint

In ihrem Lieblingsbild und somit auch dem Titelbild der Ausstellung vereint sie alle Lebensabschnitte und ermutigt den Betrachter nie aufzugeben: Im Hintergrund symbolisiert die grüne Farbe Hoffnung, die aufgehende Sonne positive Energie. Davor ist eine Gebirgslandschaft zu sehen, die für das Auf und Ab im Leben steht. Vor dem Gebirge befinden sich Bäume, welche dem Bild Geborgenheit, Ruhe und Entspannung verleihen. Auch Beine sind zu erkennen, die das Unterwegssein im Leben und das Laufen durch die Zeit verbildlichen. "Wir fallen hin und stehen wieder auf. Manchmal ist es so anstrengend und manchmal so schön, dass wir für immer weiter leben möchten", beschreibt die Malerin.

Charakteristisch für ihre Bilder sind die leuchtenden Farben, der Sinn für eine besondere Aussagekraft und die Verbindung zu Afrika. Außerdem zeigt sie Bilder, auf denen afrikanische Sprüche integriert wurden.

Die Ausstellung wurde im Zusammenhang mit dem Afrikafest konzipiert und wird von der Stiftung "Welten verbinden" finanziert. "Wir wollen die interkulturelle Öffnung der Gesellschaft vorantreiben", erklärt Gerd Weikert, Migrationsberater der Diakonie. Dieser habe sich auch mit dem Café Lorla in Verbindung gesetzt und somit die Ausstellung zusammen mit Stefanie Kraus, Geschäftsleiterin des Cafés, ermöglicht.