Mehrmals hallten am Dienstag Sirenen durch die Kronacher Innenstadt. Schuld war der anhaltende Sturm "Niklas". Los ging es gegen 10 Uhr: In einem Waldstück oberhalb der Bamberger Straße hatte sich ein Ast gelöst und war auf eine Strom-Oberleitung gefallen. Diese riss und entfachte ein kleines Feuer. Kräfte der Kronacher Wehr hatten den Brand rasch unter Kontrolle. Der Verkehr auf der Bamberger Straße wurde während der Löscharbeiten von Einsatzkräften geregelt. Personen kamen bei dem Feuer nicht zu schaden. Die zuständige Energiegesellschaft musste für die Nachlöscharbeiten den Stromfluss der betroffenen Leitung unterbrechen.

Laut Wetterexperten ist Sturmtief "Niklas" einer der stärksten Stürme der vergangenen Jahre. In Teilen Deutschlands hat er sich am Dienstag zum Orka mit extremen Windgeschwindigkeiten entwickelt.

Und auch in Kronach war der Einsatz in der Bamberger Straße am Dienstag nicht der einzige: Direkt von dieser Einsatzstelle wurden die Kräfte zur Verbindungsstraße nach Mostrach gerufen, wo gleich sieben umgefallene Bäume die Fahrbahn blockierten.

Weiter ging es nach Kaltbuch, wo ebenfalls Bäume die Fahrbahn versperrten. Und um 13.20 Uhr erfolgte der nächste und bis Redaktionsschluss vorerst letzte Alarm. Wieder waren an der Straße nach Mostrach Bäume durch Windböen auf die Straße gedrückt worden.

Noch mehr Stress hatten aber wohl die Wehren im nördlichen Landkreis. Die Polizei Ludwigsstadt berichtete am Abend von insgesamt sieben Einsätzen für die Wehren. Bäume lagen auf den Straßen zwischen Buchbach und Rothenkirchen, Buchbach und Schauberg, an mehreren Stellen in Nordhalben, zwischen Windheim und Hirschfeld sowie zwischen Posseck und Marienroth. Doch auch das war nicht alles: Schon in der Früh hingen in Steinbach am Wald Fahrzeuge wegen Schneeglätte fest.