Schon ihr erster Auftritt hat Gänsehaut-Potenzial: Durch den Haupteingang schreitet Monika Martin zu Beginn des Konzertes singend Richtung Altar. Die Töne ihres mit glasklarer Stimme angestimmten "Pie Jesu" lässt die Zuhörer eintauchen in die ergreifende Atmosphäre des musikalischen Glaubensbekenntnisses.

Monika Martin konzentriert sich bei ihrem Kirchenkonzert "Erhebet die Herzen" auf das Wesentliche: die Musik. Der Volksmusikstar, dessen Bühne sonst Hitparaden und Galaauftritte sind, braucht dafür keine große Lichtershow. Ohne irgendwelche Requisiten entführte der "stille Star aus Graz" die Zuhörer in eine spirituelle Klangwelt.

Der Künstlerin war deutlich anzumerken, dass ihr religiöse Titel Freude und Bestimmung zugleich sind. Dies ist sicherlich ein Grund, warum sie mit ihren Konzerten den Schritt in die Kirche getan hat.
Man spürt ihre Verbundenheit zu Gott, wenn sie sagt "Mein Glaube trägt mich durch mein Leben", "Gottvertrauen ist das schönste, das einem in diesem Leben geschehen kann" oder "Ich glaube an ein Leben nach dem Tod. Es ist danach nicht aus."

Wie ein roter Faden zog sich dann auch der Gottesglaube durch ihre Liedtexte sowie ihre Moderationen, die sehr viel Lebensfreude und Zuversicht vermittelten.

Hingabe und Leidenschaft

Zu hören waren traditionelle und moderne Weisen, weltliche und religiöse Melodien - viele bekannte Titel wie beispielsweise "La Luna Blue", womit die Sängerin 1996 den Grundstein ihrer Karriere legte. Dr. Ilse Bauer aus Graz wurde auf der Bühne zu Monika Martin.

Alle ihre Stücke, viele davon von ihrer CD "Erhebet die Herzen", sang die vielfach ausgezeichnete Künstlerin mit so viel Hingabe, Seele und Leidenschaft, dass das Publikum bereits während des Konzerts stehend applaudierte und Bravo-Rufe zu hören waren.

Titel wie "Du da oben", "Ave Maria" oder "Sieben schwarze Rosen" waren zu hören. Weitere Höhepunkte waren "Wenn du die Träume leben willst", "Im Tal der Liebe", "Dich aber liebe ich", "Ein Leben lang" sowie die grandios dargebotenen "Dein Geheimnis" (nach Nessun dorma), "Wie ein Fluss" als auch "Ach, ich hab in meinem Herzen".

Glänzend beim Publikum kamen auch zwei neue Lieder ihrer Ende März 2015 erscheinenden CD "Wolken bleiben niemals lang" an, sowie das mit dem Publikum angestimmte "Großer Gott, wir loben Dich". Da die Sängerin noch immer an einer Grippe leidet, verzichtete sie auf eine Pause und sang ihr Programm in einem Block durch.

Natürlich ließen die Besucher Monika Martin nicht ohne Zugaben ziehen. Nach der Hommage an ihre Heimat Steiermark setzte sie zusammen mit dem Publikum mit "Guten Abend, gut Nacht" den Schlusspunkt. Gerne erfüllte sie anschließend noch die zahlreichen Autogrammwünsche.

Die 23 Männerstimmen des MGV 1857 "Cäcilia" Friesen unter Leitung von Theo Wich bildeten einen stimmungsvollen Kontrast zu den Auftritten von Monika Martin. Die Gäste aus der gesamten oberfränkischen Region, aber auch beispielsweise aus Berlin, waren vom Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Rudolf Hanna, Konzertveranstalter Rainer Ludwig sowie Kronachs Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein willkommen geheißen worden.

Pfarrsekretärin Heidi Geiger schafft es immer wieder, hochkarätige Künstler nach Friesen zu holen. Der nächste "Coup" ist ihr bereits gelungen: Im Herbst 2015 wird Oswald Sattler in der Pfarrkirche St. Georg zu Gast sein.