Die Nestgruppe in konnte in ihre Kinderkrippe in der Kindertagesstätte Theisenort einziehen. "Klein aber fein", mit diesem Hinweis begrüßte Kirchenpfleger Heinz Kraus einige Ehrengäste am Eingang und führte sie anschließend durch die Räume der neu geschaffenen Kinderkrippe. Die Ehrengäste im Überblick: Bürgermeister Herbert Schneider, Die Architekten Julian Schmidt und Jürgen Kolb (Architekturbüro Müller, Kronach), Architekt Sandro Selig (Erzbischöfliches Ordinariat, Bamberg), Thomas Pyka (Geschäftsführer für Kindertagesstätten im Dekanat Kronach), Günter Dobner (Kirchenverwaltung) und Pater Maximilian Kray als Hausherren von der Katholischen Kirchenstiftung Theisenort, die Träger des Kindergartens ist.
Sie alle konnten Kirchenpfleger Heinz Kraus und die stellvertretende Kindergartenleiterin und Leiterin der Nestgruppe, Erzieherin Ute Betz, von den freundlichen und hellen Räumen überzeugen. Heinz Kraus dankte allen Institutionen, die am Bau beteiligt waren und denjenigen die Fördermittel zur Verfügung stellten. Besonders beeindruckt zeigte sich die Delegation von der Umgestaltung der Sanitärräume und dem kuschelig gestalteten Ruheraum. Aber das Herz der Nestgruppe ist ein lichtdurchfluteter Sonnenraum. Hier werden sich die Kleinsten am meisten aufhalten: Es gibt schon jede Menge schöne Spielsachen, wie Jamie und Nico auch gleich vorführten.
Neben den hervorragend durchgeführten handwerklichen und architektonischen Arbeiten wurde aber auch ein neues Konzept erstellt, informierte Heinz Kraus. Ute Betz erklärte dazu, dass frühkindliche Bildung in erster Linie Selbstbildung sei, was durch eine gestalterisch anregende Umgebung gefördert werden könne. "Daran haben wir uns bei der Planung der Nestgruppe in Zusammenarbeit mit den Architekten orientiert."
Das Ergebnis ist ein helles Sonnenzimmer in den Farben orange, weiß und grün, dazu ein großes Fenster mit Blick hinaus in den Spielgarten. Der neue Krippentrakt dient sowohl dem Ausleben des Bewegungsdrangs, bietet aber auch Rückzugsmöglichkeiten. Dies wurde durch flexible Möbel und gezielt eingesetzte Effekte wie durch ungewöhnlich große Spiegel und mit Spielecke und Höhle sowie Kuschelecke erreicht.
Im Sanitärbereich macht eine Wasserrinne besonders großen Spaß und Freude und lädt ein zu Experimenten und zum Forschen im Wasser. Zum Konzept gehöre auch eine Mischgruppe. Das heißt, die Kleinsten können erste intensive Kontakte, mit den etwas älteren Regelkindern knüpfen, was eine besondere Bedeutung für Einzelkinder und Erstgeborene hat. Auch Selbständigkeit und Sprache profitieren davon. Die Gruppenorganisation ist so konzipiert, dass es den Bedürfnissen aller Kinder gerecht wird, worauf Kindergartenleiterin Friedel Jungbauer und das Erzieherinnenteam besonders stolz seien, verrät Ute Betz.
Bürgermeister Herbert Schneider lobte die gute Atmosphäre, die in den hellen freundlichen Räumen entsteht. Hier wird eine richtige "Nestwärme" ausgestrahlt. Er dankte dem Träger, der Katholischen Kirchenstiftung, die diese wichtige Maßnahme für die jüngsten Gemeindemitglieder durchgeführt hat. Pater Maximilian Kray richtete besonderen Dank an das Erzbischöfliche Ordinariat für die Akzeptanz und für die Unterstützung zur Verwirklichung dieser Kinderkrippe. Ein besonderer Dank des Pfarrers ging an Kirchenpfleger Heinz Kraus, der alle Aufgaben von der Planung, Organisation bis zur Durchführung stets geleitet und souverän im Griff gehabt habe. All denen, die an der Planung, am Bau und der Finanzierung an dieser schönen Kinderkrippe beteiligt waren, gelte ein "herzliches Vergelt´s Gott" im Namen der Kirchenverwaltung, sagte Pater Maximilian.
Besonderer Dank galt auch der Erzieherin Ute Betz, die vor einem Jahr die Zusatzausbildung zur "Pädagogin/Lernbegleiterin für das Kleinkindalter" abgeschlossen hat. Sie sagt, die Arbeit mit den Kindern unter drei Jahren unterscheide sich von der mit der Regelgruppe. Die Jüngeren brauchten weniger Angebote, eher Freiraum und immer wieder neue Anreize, welche sich an der realen Welt orientierten. Sie sammeln Erfahrungen mit allen Sinnen. Aufgrund der begrenzten Kinderzahl in der Nestgruppe und der personellen Situation sei eine sehr individuelle und Kind orientierte Betreuung möglich, betont die Betreuerin und stellvertretende Kindergartenleiterin Betz. Sie habe sich von der Lebensfreude, Ernsthaftigkeit und den Fähigkeiten der Ein- und Zweijährigen faszinieren lassen. In der Krippe gebe es jeden Tag kleine Sensationen zu erleben, erzählt sie freudestrahlend. Derzeit gehen in den Kindergarten zwölf Kinder, davon drei Krippenkinder. Ab Januar werden es schon insgesamt 15 Kinder sein. Die Kindertagesstätte kann 18 Regelkinder aufnehmen und hat also noch Plätze frei (www.pfarrei-theisenort.de).