In der Sitzung am Dienstag gab der beschließende Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Weißenbrunn grünes Licht für die 14. Änderung des Flächennutzungsplanes und für die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Sondergebiet "Photovoltaik-Anlage Gössersdorf Nord- Ost".

Diplom-Geograph Norbert Köhler vom Ingenieurbüro IVS Kronach informierte, dass der Öffentlichkeit, den Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange sowie den Nachbargemeinden in der Zeit vom 16. März bis 17. April dieses Jahres die Gelegenheit gegeben war, zu der Bauleitplanung Stellung zu nehmen. Nachdem die Frist ohne Stellungnahme seitens einzelner Stellen verstrichen ist, wird davon ausgegangen, dass die von diesen Beteiligten wahrzunehmenden öffentlichen Belange durch die Bauleitplanung nicht berührt werden. Die Stellungnahmen vom Regionaler Planungsverband Oberfranken- West, Bamberg, vom Bayerischer Bauernverband, Geschäftsstelle Bayreuth-Kronach-Kulmbach, Deutsche Telekom-Technik, Bayreuth, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Kulmbach, sowie vom Landratsamt Kronach wurden vom Ratsgremium zur Kenntnis genommen, gewürdigt und, soweit erforderlich, wurden die Anregungen aufgenommen. Das Gremium stellte somit einstimmig die 14. Änderung des wirksamen Flächennutzungsplanes in der Fassung vom 7. Juli 2020 fest.

Auch die Satzung für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Sondergebiet "Photovoltaik-Anlage Gössersdorf Nord-Ost" wurde in der Fassung vom Ingenieurbüro IVS Kronach vom 29. Januar 2019, mit Änderungen am 30. Juli 2019 und am 7. Juli 2020, einstimmig beschlossen. Bürgermeister Jörg Neubauer dankte dem Gremium für die einhellige Zustimmung. Konnte doch in allen Punkten, der insgesamt 11,3 Hektar Gesamtfläche umfassenden PVA grünes Licht erteilt werden. Somit bleibt das Bierdorf auf Kurs, regenerativen Energien gegenüber aufgeschlossen zu sein.

Vorausgegangen war der Sitzung unter Leitung von Bürgermeister Jörg Neubauer (SPD) eine Besichtigung der sanierungsbedürftigen Mietwohnung an der Grundschule in Weißenbrunn. Hierzu informierte der Rathauschef, dass die derzeit leerstehende Wohnung gestrichen werden soll, im Raum mit der Schräge sollen eine neue Deckenverkleidung angebracht und im Flur und Wohnzimmer ein neuer Boden verlegt werden. Um die Wohnung in der Attraktivität zu steigern, könnte sie so umgebaut werden, dass es in ihr kein Durchgangszimmer mehr gibt. Die Kosten für den Wohnungsumbau wurden auf circa 6500 Euro geschätzt, so der Bürgermeister. Die Räte waren sich einig, die Wohnung so umzubauen. Für die Wohnung wird ein neuer Mieter gesucht.

Mit Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes "Mühläcker III" konnte einem Neubau eines Einfamilienhauses mit Großraumgarage und Geräteraum das gemeindliche Einvernehmen erteilt werden. Ein weiterer Bauantrag auf Neubau einer Überdachung eines Anwesens im Waldweg wurde ebenfalls gemeindliches Einvernehmen erteilt.