Ihre Tochter Petra kam 1964 mit dem Down-Syndrom zu Welt. Aus dieser eigenen Betroffenheit heraus war Renate Döring zusammen mit ihrem Mann Manfred im Jahr 1968 Initiatorin und "Motor" für die Gründung eines Zusammenschlusses von ebenfalls betroffenen Eltern. Ein Jahr später kam es dadurch zur Gründung des Vereins "Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung, Kreisvereinigung Kronach".

Bereits am 15. Februar 1969 konnte die erste Tagesstätte für sieben Kinder mit einer geistigen Behinderung ihre Arbeit aufnehmen. Zu Beginn war Renate Döring sogar selbst in die Betreuung involviert. Mit den wachsenden Aufgaben wurde sie Geschäftsführerin des Vereins und war in dieser Funktion bis Ende 1995 tätig. 1996 trat sie in die Fußstapfen ihres Mannes und übernahm das Amt der Vorsitzenden, das sie bis heute ausübt. 1979 bezog die Lebenshilfe mit ihren Einrichtungen Schule, schulvorbereitende Einrichtung und Tagesstätte einen Gebäudeteil des Schulzentrums.

"Dem beispiellosen Einsatz von Frau Döring ist es zu verdanken, dass die Lebenshilfe Kronach inzwischen Träger einer Beratungsstelle, einer Frühförderstelle, eines heilpädagogisch integrativen Kindergartens, einer Förderschule, einer heilpädagogischen Tagesstätte, eines Heims für betreutes Wohnen und für gleich mehrere offene Hilfen, wie beispielsweise den Familien entlastenden Dienst, ist", würdigte Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) in der Jahresschlussitzung des Stadtrates ihr Wirken.

Aktuell arbeitet Renate Döring tatkräftig daran mit, dass neue stationäre Wohnplätze für 24 Behinderte geschaffen werden. Beiergrößlein überreichte der "Mutter der Lebenshilfe" die goldene Ehrenmedaille. "Das geht mir ans Herz", erklärte diese sichtlich bewegt und dankte den behinderten Mädchen, darunter ihre Tochter Petra, die sie zu der Veranstaltung begleiteten.


Cesaro trägt den Namen Kronach in die Welt

Ingo Cesaro ist das Gesicht der Holz-Art und der Art-Kronach, die in diesem Jahr bereits ihr 30. Jubiläum feierte. Doch nicht nur das: Seit 1989 arbeitet Ingo Cesaro als freier Schriftsteller, Publizist und Kulturmanager. Er gilt als einer der bekanntesten Haiku-Publizisten im deutschsprachigen Raum und ist Herausgeber unzähliger Einzelveröffentlichungen von Gedichten, Textbänden, Mappen- und Kassettenwerken, Künstlerbüchern, bibliophilen Editionen, Buchobjekten oder Geschichten für Kinder. Ingo Cesaro tritt zudem als Organisator für außergewöhnliche Kunstprojekte auf. Sein Tätigkeitsfeld beschränkt sich dabei nicht nur auf die Stadt Kronach.

"Bemerkenswert ist auch sein Engagement in Zusammenhang mit der Verleihung des Lucas-Cranach-Preises der Stadt Kronach. 2011 hat er sich hier ehrenamtlich um die Organisation gekümmert und schon jetzt ist er wieder in Vorgespräche involviert, die die Verleihung eines gemeinsamen Lucas-Cranach-Preises der Lutherstadt Wittenberg und der Stadt Kronach im Jahr 2015 zum Ziel haben", sagte Bürgermeister Beiergrößlein, der ihm die Ehrenmedaille der Stadt in Gold überreichte.

Durch sein künstlerisches und literarisches Schaffen habe sich Ingo Cesaro um Kronach sehr verdient gemacht. Im Rahmen zahlreicher Kunstprojekte mit bundesweiter Bedeutung und darüber hinaus sowie durch eine enge, jahrzehntelange Zusammenarbeit mit bedeutenden bildenden Künstlern aus dem In- und Ausland habe er den Namen Kro nachs hinausgetragen und den Bekanntheitsgrad der Lucas-Cranach-Stadt enorm gesteigert. "Die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend, deswegen gebührt Herrn Cesaro mein Dank für alles, was er für seine Heimatstadt leistet", würdigte Beiergrößlein den Kronacher. Cesaro selbst, meinte, dass bestimmt Überzeugungskraft im Stadtrat geleistet werden musste, um ihm diese Medaille zu verleihen.


Silber für Robert Porzelt und Herbert Schuhbäck

"Robert Porzelt ist ein Urgestein der Kroniche Fousanaocht", sagte Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein, als er ihm am Freitag in der Jahresschlusssitzung des Stadtrates die Ehrenmedaille in Silber überreichte. "Von 1993 bis 2011 führte er als Sitzungspräsident in unnachahmlicher Weise durch das Programm der Büttenabende." Zuvor war er drei Jahre lang als Kanzler der Kroniche Fousanaocht im Einsatz. Porzelt ist außerdem seit 1973 Mitglied der Kolpingsfamilie, engagierte sich dort als Beisitzer und war ca. zwölf Jahre Kassenprüfer.

Herbert Schuhbäck ist "ein leuchtendes Beispiel, vor allem was seinen Einsatz für die örtlichen Vereine und die Seelacher Ortsgemeinschaft betrifft", sagte Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein, der ihn mit der silbernen Ehrenmedaille der Stadt auszeichnete. Den Gesangverein führte der Geehrte über 18 Jahre lang. Beim Heimatpflegeverein ist er als Ausschussmitglied und Kassenprüfer im Einsatz. Seit 1996 steht er zudem an der Spitze der Vereinsgemeinschaft Seelach. Auch auf kommunalpolitischer Ebene setzte er sich für seine Mitbürger ein.