Fantasievolle Kostüme, freche Maskierungen und originelle Motivwägen - am Dienstagnachmittag verwandelte sich Friesen in ein "Tollhaus". Das Flößerdorf war komplett in Narrenhand. Viele kleine und große Besucher säumten die Straßen, als sich der kunterbunte Gaudiwurm in Bewegung setzte. Trotz des Schmuddelwetters konnten sich die Gäste am Farbenspiel und an der feucht-fröhlichen Feier erfreuen.

Kleine Open-air-Partymeile

Viele Gruppen schlossen sich dem illustren Zug an. Schnell entstand eine kleine Open-air-Partymeile. Für die stimmungsvolle Begleitung zeichnete der Musikverein verantwortlich. Beim Zwischenstopp in der Ortsmitte stimmten die Sänger der "Cäcilia" Lieder an. Zauberhafte Piratenbräute präsentierten schwungvolle Tänze. Natürlich prasselte wieder ein wahrer "Brezelregen" vom Balkon des Backhauses Müller herab.

Die Botschaften auf den Motivwägen waren überwiegend positiv, gibt es doch im Flößerdorf in naher Zukunft gleich mehrere Gründe zum Feiern. Die Krieger- und Soldatenkameradschaft wird heuer 150 Jahre alt. 2021 feiern dann die Bayern-Fans 50-jähriges Bestehen. Beide Vereinen wiesen in großen Lettern auf ihre Jubelfeste hin.

"Fridays for Singstunde"

Der Männergesangverein hatte gleich eine Reihe von Forderungen auf seinem Wagen angebracht. Von den Kreisstädtern wünschten sie sich einen "autonomen Stadtbus Friesen". Und eine neue Haltestelle hatten sie auch schon ausgemacht: die Dorfscheune. Ihre anderen Appelle galten den Einwohnern des Flößerdorfs selbst: "8 Friesner ham als Stadtrat kandidiert. Wählt sa alla, donn wed Kronich ve Friesen regiert", hofften sie. Und frei nach Greta Thunberg forderten sie zur Rettung der Sänger: "Fridays for Singstunde".

Um ihre Zukunft keine Sorgen mehr machen müssen sich die tüchtigen Floriansjünger des Ortes, die ihre Freude über die neue Kinder-Feuerwehr zum Ausdruck brachten.

"Beck'n-Mala" fordern Peace

Sie dürfen bei keinem Umzug fehlen und sind immer auf der Höhe der Zeit: "Die Beck'n-Mala" boten als bunte Flower-Power-Girls mit ihrem großen selbst gemalten "Peace-Schild" einen hinreißenden Anblick.

Der Umzug endete, wo er angefangen hatte: im oberen Dorf. Hier war natürlich noch lange nicht Schluss. Vielmehr ging es im Jugendheim bei der großen Kinder-Faschingssause erst so richtig rund und auch bei der "Apres Party" wurde in der Dorfmitte weitergefeiert.

Bei ihrem "Fasching für Klein und Groß" hatten die Vereinigten Nachbarn Friesen wieder ein abwechslungsreiches Animations-Programm mit Spielen, Tänzen und jeder Menge toller Musik zusammengestellt. Vertreten waren alle Generationen auch aus umliegenden Orten und ein "tierisch guter" Überraschungsgast: Bär Bruno.