Den Kreiskulturraum braucht man nicht in den Mülleimer zu treten. Und zwar nicht nur weil der Saal am Wochenende bei den Vorstellungen der "Feuerzangenbowle" voll besetzt war und der Kreiskulturring gut angenommen wird. Sondern weil man auf dem Weg zu einer Förderung der notwendigen Sanierungsmaßnahmen einen Schritt weiter ist.
Landrat Oswald Marr (SPD) und Kreiskämmerer Günter Daum fuhren am Montag mit einem positiven Gefühl aus München zurück. Dort hatten die beiden ein Gespräch mit Staatsminister Thomas Kreuzer (CSU) und zwei Vertretern aus dem Bereich des Wissenschaftsministeriums, in dem es um die Frage ging, wie die Sanierung des Kreiskulturraums gefördert werden kann. Bislang gab es dafür ja kein entsprechendes Förderprogramm, weil die Einrichtung multifunktional genutzt wird.
Die Richtlinien sehen Zuschüsse für Theater vor, für Konzertsäle oder Kleinkunstbühnen - nicht aber für Räume, in denen all diese Veranstaltungen stattfinden.
"Am 30. Januar wird es eine Kabinettssitzung in Bamberg geben, bei der dieses Thema auf der Tagesordnung stehen wird", berichtete Landrat Oswald Marr, was bei dem Gespräch herausgekommen ist. Konkret soll es dann um die Förderung solcher multifunktional genutzter Räume "in Gebieten mit besonderen demografischen Herausforderungen" gehen. Wie hoch eine solche Förderung letztlich ausfallen werde, hänge vom Haushalt ab. Mit einer Auszahlung könne man 2014 rechnen, so Marr. "Wir werden versuchen, einen vorzeitigen Baubeginn möglich zu machen und können hoffentlich 2014 schon loslegen." Immerhin gelte es ja auch, die Belegungspläne des Kulturraums zu berücksichtigen.
"Man hat gemerkt, dass der Besuch von Ministerpräsident Horst Seehofer in Kronach etwas gebracht hat. Denn auf sein Wirken hin findet die Kabinettssitzung statt", freute sich das Landkreisoberhaupt über die Unterstützung. Freuen über diese Nachricht wird sich sicher auch Kreiskulturreferentin Gisela Lang, die seit Jahren für die Sanierung der Einrichtung kämpft.