Der Tourismusausschuss befasste sich in seiner Sitzung am Montag mit dem Jahresbericht 2013 und gab Anregungen und Impulse für weitere tourismusfördernde Maßnahmen.

Die Festung Rosenberg bleibt mit 35 618 Besuchern im Jahr 2013 der Anziehungspunkt in der Cranach-Stadt, stellte die Leiterin des Tourismus- und Veranstaltungsbetriebs, Kerstin Löw, fest. Damit befindet sich die Festung Rosenberg bayernweit im Mittelfeld und übertrifft in ihren Besucherzahlen beispielsweise das Schloss Ehrenburg in Coburg (21 997), die Festung Würzburg (24 423) oder die städtischen Museen in Kulmbach (30 641). Zudem registriere die Festung höhere Besucherzahlen als die Dombergführungen mit Neuer Residenz in Bamberg (32 439).

Aus den Statistiken entnimmt Kerstin Löw aber auch, "dass im kulturtouristischen Wettbewerb herausragende Besuchersteigerungen immer auch an besonders herausragende Angebote wie
Sonderausstellungen und Veranstaltungshighlights gebunden sind". Diese Besuchermagnetfunktion werde Kronach auf der Festung Rosenberg weiter mit attraktiven, landesweit beachteten Ausstellungen forcieren. So begehe man 2015 das Cranach-Jahr und initiiere 2016 eine interaktive Sonderausstellung für Kinder und junge Familien unter dem Titel "Pop up Cranach".

Weitere Attraktionen

Rund um die Faust-Festspiele werde es zudem 2015 zwei weitere Attraktionen geben. Die "3 Tenöre" würden dann am 23. August ihre Aufwartung in Kronach machen, und die Comedy-Show von Heißmann und Rassau wird ebenfalls zu sehen sein. Der Termin steht allerdings noch nicht endgültig fest.

Bei den Übernachtungszahlen in Kronach konnte Kerstin Löw mit 48 265 gegenüber 2012 (46 959) ein Plus vermelden. Insgesamt habe man aber immer noch die Folgen der Deutschen Einheit und den Wegfall vor allem von Berliner Gästen zu beklagen - und es werde lange dauern, dies wieder aufzuholen.

Von der Verwaltung lag ein Antrag vor, den Hang zwischen Festungsstraße und Festungszufahrt unterhalb der Festung zur Stadt hin zu verschönern. "Dieser Hang wurde im Jahr 2002 mit weißen und roten Rosen bepflanzt. In der Folgezeit ließ aber die Pflege zu wünschen übrig. Mittlerweile ist das Unkraut und der Fremdwuchs so stark beeinträchtigend, dass unbedingt etwas unternommen werden muss", meinte Kerstin Löw. Dieser Festungshang sei für die Besucher der Festung ein Blickfang und sollte daher schon alleine aus Imagegründen gepflegt werden. Eine neue Bepflanzung sei wohl etwas übertrieben, aber eine generelle Verschönerung würde der Hang schon benötigen.

Marina Schmitt (SPD) regte an, vielleicht stückweise eine Erneuerung der Bepflanzung vorzunehmen, was auf Dauer kostengünstiger sein könnte. Dem stimmte auch Winfried Lebok (CSU) zu, es könnte sukzessive vorgegangen werden. Jonas Geissler (CSU) meinte, es sei zu überlegen, ob man nicht Gärtnereien oder Landschaftspflegebetriebe aus der Stadt angehen sollte. Es wäre wünschenswert, wenn sich ein Sponsor dafür finden würde und brachte dabei auch Obst- und Gartenbauvereine ins Spiel. Für Heinz Hausmann (CSU) wäre mehr Mund-zu-Mund- Propaganda wünschenswert. Viele Leute im näheren Umfeld nehmen seiner Meinung nach immer noch nicht wahr, welch schöne Ausflugsziele die Festung und ihre Umgebung bieten.

Winfried Lebok (CSU) möchte die Flößerei in Neuses und Friesen mehr eingebunden wissen und sprach eine Zelte-Vermietung an. Auch der Kreuzberg wurde thematisiert. Dort müsste die Gastronomie funktionieren und eine Aussichtsschneise ins Rodachtal und zur Festung geschaffen werden.

Sven Schuster (SPD) betonte, dass der SPD die Heunischenburg am Herzen liege. Schon jahrelang fordere Stadtrat Hans Simon eine stärkere Einbeziehung dieses kulturhistorisch bedeutenden Denkmals. Insgesamt müssten sich Ausschuss und Stadtrat zudem Gedanken machen, die Obere Stadt zu beleben.