Ein Familienwochenende in den Ferien bedeutet oft lange Ausflugsfahrten. Die Kinder wollen "bespaßt" werden, Action erleben. Die Erwachsenen vielleicht eher etwas zur Ruhe kommen, gemütlich einen Kaffee trinken und Wissenswertes erfahren. Nicht leicht, das alles unter einen Hut zu bekommen und sich gleichzeitig noch stundenlange Autofahrten, geschweige denn Übernachtungen zu ersparen.

Geht nicht, gibt's nicht! Das trifft jedenfalls auf den Frankenwald zu. Denn zum Beispiel das Rodachtal bietet ein solches Komplettpaket. Dort kann man als Familie Spaß haben, relaxen und etwas über die Heimat lernen, ohne in Stress zu geraten. Und zudem lassen sich gleich drei Elemente an zwei Tagen erobern: Luft, Land und Wasser.

Auftakt im kühlen Nass

Beginnen wir am besten an einem Samstag im kühlen Nass. "Seit dem 12.
Jahrhundert spricht man von der Flößerei im ,Nortwald‘ (= Frankenwald). Seit 1386 gibt es eine erste Urkunde über die Flößerei im Frankenwald", berichten die Wallenfelser Flößer. Für einen Ferienspaß klingt das altbacken? Ist es aber nicht! Dass sich Heimatgeschichte auch als actiongeladenes Event präsentieren lässt, erfahren jedes Jahr Tausende Gäste auf der Wilden Rodach. Dort geht es durch die rauschenden Wogen von Schnappenhammer in Richtung Wallenfels. Nicht etwa beschaulich, denn gerade auf den vorderen Flößen steht einem das Wasser schon mal fast bis Oberkante Unterlippe. Wem das zu heftig ist, der kann auf einem der hinteren Flöße die Gaudi gemäßigter erleben. Daher können auch Kinder teilnehmen.

Über den Wolken

Am Sonntag können die Ausflügler dann "in die Luft gehen". In Nordhalben lässt sich gut von der aufregenden Floßfahrt erholen, wenn man beim örtlichen Luftsport-Club in eines der Segelflugzeuge einsteigt. Der Blick von oben auf die Heimat ist ein Erlebnis. "Und das Wetter war für uns Bombe", betont Zweite Vorsitzende Tanja Schmeißner, dass gerade im Juli herausragende Flugbedingungen geherrscht haben. Unten auf dem Segelfluggelände in Titschendorf können die Wartenden derweil gemütlich eine Kaffeepause einlegen.

Zurück auf "Mutter Erde"

Am Sonntagnachmittag schließt das erlebnisreiche Wochenende mit festem Boden unter den Füßen - oder besser unter den Rädern - ab. Der originale "Rote Brummer" ist wieder aus der Werkstatt zurück auf den Schienen der Rodachtalbahn.

"Zum 1. Mai startete die Rodachtalbahn in ihre mittlerweile siebte Saison", berichten die Eisenbahnfreunde, dass sich das rollende Erlebnis für Jung und Alt längst etabliert hat. Technik für Papa, schöne Ausblicke für Mama und Fahrspaß für die Kinder, so kann ein schönes Familien-Wochenende ausklingen, bei dem alle auf ihre Kosten kommen.

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