Auch für die Küpser Bürger wird der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Zukunft attraktiver. Bedarfsverkehr wird die Linien ergänzen. Darauf verwies Michaela Morhard vom Regionalmanagement des Landratsamts, die vor dem Marktgemeinderat das neue Mobilitätskonzept des Landkreises vorstellte.

Das habe sich sehr verheißungsvoll angehört. Er hoffe, dass man in Zukunft einen Nahverkehr haben werde, der diesen Namen auch verdiene, kommentierte Zweiter Bürgermeister Bernd Rebhan (CSU).
Michaela Morhard blickte zurück, es seien vorher Klagen an sie herangetragen worden, dass das Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs für die Bürger nicht passe. Das neue Angebot müsse sich am Bürger orientieren. Mit Bedarfsverkehren könne man sich von starren Fahrplänen lösen.
Dieser Bedarfsverkehr dürfe den Linienverkehr nicht ersetzen, nur ergänzen und könne die unerschlossenen Bereiche bedienen.

Der Linienverkehr stelle immer noch das Rückgrat des ÖPNV dar. Die Bedarfsverkehre könnten nur ein Zusatzangebot sein, seien aber schneller als der Linienverkehr. Den Bedarfsverkehr könne man telefonisch anfordern oder online buchen.


Mehr Bedarfsverkehr

Die Fragebögen seien nun komplett ausgewertet, berichtete Michaela Morhard. Sie ging besonders auf die Zahlen für den Markt Küps ein. Die Gruppe der 50- bis 65-Jährigen sei auch in Küps - so wie in jeder Gemeinde des Landkreises - am größten. Im Vergleich zu anderen Gemeinden im Kreis Kronach stehe Küps ganz gut da. Die stärksten Verkehrsströme gebe es nach und von Kronach und Lichtenfels. Nach Coburg und Kulmbach seien die Ströme deutlich geringer. Auf Grundlage der Fahrten und Fahrtwünsche würden die neuen Linien eingerichtet. "Die Linienführung wird ganz gut werden, weil wir das ortsteilscharf runterbrechen können", war sich Michaela Morhard sicher. "Die Linien bleiben so, wie sie sind. Wir bauen den Bedarfsverkehr drum rum." Das Ganze sei nicht als Konkurrenz zu Taxiunternehmen gedacht. Diese würden im System mit integriert.

Zweiter Bürgermeister Rebhan sagte, dass manche Leute, die außerhalb des Schülerverkehrs nach Kronach zum Arzt oder Supermarkt müssten, Probleme hätten, dorthin zu kommen. Dies werde in Zusammenarbeit mit den Ärzten und den Märkten gelöst, bestätigte Michaela Morhard entsprechende Bemühungen. Und es werde mehr Haltestellen geben. In zwei Bürgerforen im Süden bzw. Norden des Landkreises könnten die Bürger ihre Anliegen einbringen, kündigte sie an.


Aus dem Marktgemeinderat

Klage Der Markt Küps erhielt die 40-seitige Klagebegründung in Sachen Windräder Hain. Der Rechtsanwalt, der den Markt vor dem Verwaltungsgericht Bayreuth vertritt, hatte die Klagebegründung am 15. Januar ans Verwaltungsgericht weitergeleitet. Darin werden die Gründe genannt, weshalb der Markt Küps gegen den Genehmigungsbescheid des Landratsamts Kronach klagt. Es können vom Markt Küps noch weitere Sachverhalte vorgetragen werden. Das Landratsamt hatte die Windräder Ende September vergangenen Jahres genehmigt.

Nutzung Die Burkersdorfer Vereine haben auch in den kommenden Jahren die Möglichkeit, Räumlichkeiten des Tecnet-Obermain für nicht kommerzielle Veranstaltungen zu nutzen, weil es keine Gemeinderäume in diesem Ortsteil gibt. Dem stimmten die Räte zu. Vergangenes Jahr fanden acht Veranstaltungen statt. Der Markt Küps hatte für zehn Termine pauschal 300 Euro Miete gezahlt. Dies stelle die Ideallösung für die ortsansässigen Vereine dar, meinte Zweiter Bürgermeister Bernd Rebhan (CSU). Lediglich Parteiversammlungen sind aus Satzungsgründen von Tecnet nicht möglich. Die politischen Gruppierungen können ins Feuerwehrhaus ausweichen.

Kosten Umbau und Sanierung des Kulturhauses in Hain kommen 21.500 Euro teurer als gedacht. Das liegt an statischen Zusatzmaßnahmen (8000 Euro) und zusätzlichem Brandschutz (13.500 Euro). Insgesamt kommt die Sanierung auf 311.000 Euro brutto. Die Kosten, die zu Lasten des Haushalts gehen werden, liegen wegen der hohen Eigenleistung der örtlichen Vereine und des Bauhofs bei 242.000 Euro. Nach weiteren Kosteneinsparungsmöglichkeiten soll gesucht werden. Beginn der Arbeiten soll heuer im April sein. Als Dauer sind zwei Jahre vorgesehen.

Bauantrag Das Gremium befürwortete den Antrag von Michael Lang und Lisa Schulz, Oberlangenstadt (Anbau an das bestehende Wohnhaus).