Etwa 150 Radrennfahrer düsen am Freitag durch den Landkreis Kronach. Da, wo der Pulk auf der Strecke ist, ist diese Straße für alle anderen tabu. 160 Posten wachen darüber, dass keiner von einer Seitenstraße auf den für jeweils etwa 20 Minuten gesperrten Abschnitt fährt. Nicht mal Feuerwehr und Rotes Kreuz dürfen dort Einsatzfahrten entgegen der Fahrtrichtung der Rundfahrt durchführen. Ausweichrouten für den Ernstfall wurden von den Rettungskräften ausgearbeitet.

Darüber informierte Georg Pabstmann von der Polizei Kronach am Dienstag. Seit Januar bereitet er den Einsatz von Polizei und Feuerwehren für den 15. Mai vor. Die 36. Bayern Rundfahrt findet zwischen dem 13. und 17. Mai statt. 19 Mannschaften mit etwa 150 Fahrern aus verschiedenen Nationen nehmen daran teil.


Herausforderung für alle

Die Freitags etappe beginnt in Selb und endet in Ebern. Um 12.46 fährt der lange Konvoi mit Begleitfahrzeugen, Motorradeskorten und natürlich den Radrennfahrern bei Heinersberg in den Landkreis Kronach ein, um 14.08 Uhr verlässt er ihn bei Beikheim wieder.

Dazwischen liegen Strecken, die es in sich haben, eine Herausforderung für die Radfahrer darstellen. Natürlich auch für die Sicherheitskräfte und Organisatoren. Die Polizei wies auf die beiden großen Baustellen in Steinwiesen und Steinberg hin. Da sei es für die schmalen Reifen der Rennräder schwierig. Die Rennleitung entschied, dass trotzdem durch Steinwiesen gefahren wird. Der Baustellenbereich soll glatt gemacht werden. Die Baustelle am Ortseingang von Steinberg wird jedoch gemieden, weil ein Schlenker von der Schäferei über die Glasbachstraße in die Grümpel und nach Wilhelmsthal gemacht wird.


Streckenposten sind freiwillig

130 Leute aus 16 Feuerwehren stellen sich freiwillig als Streckenposten zur Verfügung. Auch 30 Polizeibeamte wachen an stark frequentierten Stellen darüber, dass niemand den gesperrten Bereich befährt. Weitere 50 Feuerwehrleute sind mit anderen Aufgaben als der Streckensperrung betraut.

"Wenn der Polizei-Motorradfahrer mit der roten Warnweste, der an der Spitze der Radfahrer eingesetzt ist, vorbeifährt, darf niemand mehr die Strecke queren", verweist Pabstmann darauf, wie gefährlich es wäre, wenn jemand den Konvoi, der mit bis zu 70 Stundenkilometern unterwegs ist, behindern würde. Wenn das Schlussfahrzeug der Polizei passiert, ist die Strecke wieder freigegeben.


Der Kurs

Der Streckenverlauf im Kreis Kronach: Heinersdorf, Nordhalben, Steinwiesen, Leitschtal, Berglesdorf (Bergwertung), Neufang, Richtung Steinberg, dann auf der Glasbachstraße ins Grümpeltal, Wilhelmsthal, Steinberg, Friesen (Kreisel), Gundelsdorf, Kronach (Nordbrücke), Gehülz (Bergwertung), Mitwitz, Richtung Wörlsdorf, Steinach (Sprintwertung), Bundesstraße 303 alt bis zum Kreisel südlich von Mitwitz, Leutendorf, Beikheim.