Der Marktgemeinderat Pressig beschloss in seiner Sitzung am Montag eine neue LED-Beleuchtung für den Sitzungssaal im Rathaus und vergab weitere Gewerke für das neue Gemeinschafts- und Feuerwehrhaus in Friedersdorf.
Zukünftig wird es heller im Sitzungsraum des Rathauses. Nach längerer Diskussion, die vor allem Martin Welscher (FW) angestoßen hatte ("Das Geld ist zum Fenster rausgeschmissen"), sagte er, ein einfacher Birnenaustausch bei gleicher Beleuchtungsanordnung der bisherigen Lampen würde genügen.


Zwei Gegenstimmen

Wolfgang Förtsch (SPD) sah aber eine wesentliche Lichtverbesserung durch die vorgeschlagene neue Beleuchtung. Bürgermeister Hans Pietz plädierte auch für Zustimmung, da man in den Arbeitszimmern, insbesondere auch in seinem Bürgermeisterbüro, bereits solche LED-Leuchten hätte, sollte man die Chance nutzen, zumal eine hohe Förderung von 90 Prozent über das Kommunale Investitionsprogramm (KIP) auf die insgesamt rund 4500 Euro Gesamtkosten, in Aussicht stehen. Die Räte stimmten bei zwei Gegenstimmen einer neuen LED-Beleuchtung mit sechs neuen abgehängten LED-Leuchten zu. Die 1,20 Meter auf 0,40 Meter großen Lampen sollen die bisherigen 24 Deckenleuchten ersetzen und mehr Licht zu weniger Stromkosten in den Sitzungsraum bringen. Für das Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus in Friedersdorf wurden die Bodenbelagsarbeiten an die Firma AWK, Kronach, zum Preis von 10 962,39 Euro, vergeben und der Auftrag für Fliesenarbeiten ging an die Firma Renald Steger, Stockheim zum Preis von 6457,53 Euro. Der Vorschlag von Bürgermeister Pietz, die Kosten für einen Breitbandausbau in Marienroth ermitteln zu lassen und diese dann dem Gremium zur Entscheidung vorzulegen fand Zustimmung. Bei positivem Beschluss des Gremiums würde das entsprechende Förderverfahren in Gang gesetzt. Marienroth ist im bisherigen Förderverfahren noch nicht enthalten, weil es als abgedeckt durch Kabel Deutschland definiert war. Inzwischen konnten einige Versorgungslücken herausgearbeitet werden, die einen weiteren Ausbau im Rahmen des Förderverfahrens zulassen. Sollten weitere Ausbaunotwendigkeiten erkennbar werden, können diese in ein weiteres Förderverfahren des Freistaates Bayern eingebracht werden, da diese Fördermöglichkeit bis 2018 besteht.


"Barrierefreier Zugang kommt"

Michael Pütterich (SPD) erbat Auskunft über die Barrierefreiheit im Zuge der energetischen Rathaussanierung über die Förderung durch KIP. Er habe Sorge, dass die im Raum stehende Fördersumme von 397 000 Euro verbraten werde - ohne einen barrierefreien Zugang zum Rathaus. Kämmerer Heinrich Grebner erklärte, dass für einen barrierefreien Zugang des Rathauses rund 50 000 Euro Förderung im Förderbescheid enthalten und auch klar ausgewiesen seien, weshalb natürlich folgerichtig auch ein barrierefreier Zugang gebaut werde.


Bauausschuss geht Sanierung des Schulgebäudes auf den Grund


Der Bau- und Umweltausschuss des Marktes vergab in der Sitzung am Montag die Ingenieurleistungen und Planungen für die Haustechnik zur Sanierung des Schulgebäudes in Rothenkirchen und genehmigte die Planung für den Umbau und Sanierung des Bauhofes Pressig.
Um einen Überblick über Kosten und Möglichkeiten einer Sanierung und eventuellen Erweiterung der Grundschule Rothenkirchen zu erhalten, werden das Architekturbüro 3 D Detsch, Kronach, und für die Planung der Haustechnik das Ingenieurbüro Berndorfer, Kronach, beauftragt, entsprechende Vorschläge zur Prüfung für das Gremium einzubringen. Dies sah Diedier Couderc (FW) anders, seiner Meinung nach hätte man erst eine Raumplanung dem Gremium vorlegen müssen, weshalb er gegen die Vorgehensweise stimmte. Mit viel Eigenleistung sollen nächstes Jahr wohl der Umbau und die Sanierung des Bauhofes vorgenommen werden. Den, vom Bauplanungsbüro 3 D Detsch vorgelegten Planunterlagen wurde einstimmiges Votum erteilt. Die Tragwerksplanung für einen Teilabriss und Umbau des Bauhofes wurde an das Ingenieurbüro Konradi, Mitwitz, zum Preis von 15 347,19 Euro vergeben.


Bauanträge

Folgende Bauanträge wurden von der Bauverwaltung an das Landratsamt weitergeleitet: Jürgen Milich (Neubau eines Carprotes mit Solarenergieanlage und Firmenschild in Friedersdorf), Markus Peschke, Friedersdorf (Errichtung einer Hofüberdachung), Andreas Rudhart (Wohnhauserweiterung in Brauersdorf), Josef und Veronika Neubauer (Anbau eines Geräteschuppens in Förtschendorf), Michael Barnickel, Förtschendof (Anbau einer Garage), Tanja Konrad und Jan Förtsch (Neubau von zwei Wohnhäusern in Welitsch). Dem Bauantrag auf Neubau eines Feuerwehrstellplatzes der FFW Marienroth in Nähe des Feuerwehrgerätehauses wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Hierzu informierte Bauamtsleiter Andreas Schorn, dass seitens der Regierung von Oberfranken bereits die Zustimmung vorliege. Reinhold Heinlein (CSU) bat darum, in nächster Sitzung die Kanalisationsverhältnisse wegen des Neubaugebietes "Am Anger", nach vorheriger hydraulischer Berechnung, auf die Tagesordnung zu setzen. eh