Seit dem 11. Oktober sind Schnelltests nicht mehr kostenlos – zumindest für die allermeisten Menschen. Die Kosten gehen von rund 12 Euro für Schnelltests bis zu etwa 80 Euro für PCR-Tests, wie sie etwa für Örtlichkeiten mit 3G-Plus-Regel vonnöten sind. 

Das ist gut so, denn es ist schlicht nicht mehr vermittelbar, warum die Allgemeinheit für die Kosten aufkommen sollte, die durch diejenigen entstehen, die sich nicht impfen lassen wollen. Die Entscheidung mag jede*r selbst treffen, aber die Konsequenzen mögen alle bitte auch selbst tragen. Alle,  die sich impfen lassen können, hatten ausreichend Gelegenheit, dies auch zu tun. Wer sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen kann, muss weiterhin nichts für Tests bezahlen. Alle anderen haben eine Entscheidung getroffen - und wenn ihnen diese Entscheidung das Geld für die Schnelltests nicht wert ist, dann dürfen sie erneut Entscheidungen treffen: Wollen sie an bestimmten Veranstaltungen teilnehmen, muss ihnen ihr Status als ungeimpfte Person eben das Geld wert sein oder sie bleiben diesen Veranstaltungen und Orten fern - oder sie können sich eben doch zu einer Impfung durchringen. 

Kein Recht auf kostenlose Tests

Der sinnvollste Weg, eine Krankheit einzudämmen, ist eine Impfung, dies gilt für Pandemien ebenso wie für ehemalige "Volkskrankheiten" wie Kinderlähmung oder Pocken. Die Politik hat sich nicht zu einerImpfpflichtdurchringen können, somit wirkt der Weg über kostenpflichtige Corona-Tests zwar etwas wie eine Impfpflicht durch die Hintertür, ist aber immerhin die zweitbeste Variante. 

Es gibt kein Anrecht auf die Teilhabe an Massenveranstaltungen oder auf den Besuch der Gastronomie. Wer sich nicht impfen lassen will, kann nicht verlangen, dass andere diese Entscheidung finanzieren, denn sie ist ohne Not entstanden. Der einzige Weg aus der Pandemie und den Corona-Maßnahmen wird eine hohe Impfquote sein - möglichst viele Menschen zu überzeugen ist dabei nur ein Weg. Ein weiterer Weg ist es, faule Abkürzungen, wie kostenlose Schnelltests, abzuschaffen.

Der 11. Oktober ist ein guter Tag im Kampf gegen die Corona-Pandemie!

 

Vorschaubild: © Jörg Carstensen (dpa)