Nicht nur die letzten warmen Tage und der rekordverdächtige 31. März waren ein deutlicher Hinweis. Mit einer Durchschnittstemperatur von 8,4 Grad war der März 2017 eher ein April. Der dritte Monat des Jahres lag um 3,6 Grad über dem langjährigen Mittel von 4,8 Grad. Er hat es damit fast auf Aprilniveau geschafft. Das liegt bei 8,8 Grad.

25 Grad nicht erreicht

Damit wird der März nach dem Februar ebenfalls als ein sehr warmer Monat in die Wetteraufzeichnungen eingehen. Gemessen hat die Temperaturen Thomas Karl in der Mainbernheimer Straße in Kitzingen. Wie der Planzenschutzexperte am Amt für Landwirtschaft sagte, sind an seiner Station die 25 Grad am letzten Märztag allerdings nicht erreicht worden. Der Deutsche Wetterdienst hatte für die 31. März über 25 Grad und damit einen Sommertag gemeldet. Mit dem war Kitzingen nach dem Hitze-Sommerrekord von vor zwei Jahren (40,3 Grad) wieder einmal in die Schlagzeilen. „Da kommt es auf den Standort der Wettestation an“, erklärt Karl den Unterschied. Ein paar Meter können da schon entscheidend sein.

Auch Frost war dabei

Es hat allerdings auch kühlere Tage gegeben. Zwischen dem 11. und 14 März hat Karl Nachtfröste gemessen. Am 11. März die tiefsten Temperaturen von minus 1,3 Grad.

Bei den Niederschlägen hat der März fast den Durchschnitt erreicht. Am Ende waren es 35 Liter und damit vier Liter oder rund zehn Prozent weniger als das langjährige Mittel von 39 Litern. Es hat zwar zwölf Regentage gegeben, wobei es am 9. März mit acht Litern richtig geregnet hat. Auch zwischen dem 18. und 21. März hat Karl „spürbare Niederschläge“ registriert. „Der Rest war Leute erschrecken“, wie Karl zu sagen pflegt.

161 Sonnenstunden

Bleiben die Sonnenstunden. Da steht der März mit 161 Stunden „ganz gut da“. Zum Vergleich: 2014 hat die Sonne im März mit 190 Stunden so gut wie immer geschienen. 2009 hat sie sich mit 80 Stunden dagegen kaum sehen lassen.

Aufbruchstimmung

Am Ende der Blick auf die Felder. Da herrscht Aufbruchstimmung. Die Vegetation ist längst aus den Startlöchern gekommen. „Wir sind ein bis zwei Wochen voraus“, sagt der Experte. Auch wenn seit Januar 40 Liter und seit Anfang Dezember sogar 80 Liter Niederschläge pro Quadratmeter fehlen, stellt Karl fest: „Wir haben ein klares Wasserdefizit, aber es sieht gut aus.“

Regen, Regen

Die Zuckerrüben und die Sommersaaten sind draußen und bereits „aufgelaufen“. Mais und Sojabohnen sind in Lauerstellung. „Alles noch im grünen Bereich“, so Karl, der das „noch“ betont. Noch kommen die Pflanzen mit dem Wasser im Boden aus. Wenn sie aber richtig loslegen, brauchen sie vor allem eins: Regen.

Angst vor Nachtfrösten

Damit bleibt es – wie so oft – weiter spannend, zumal im Hintergrund bei so einem Frühstart ins Jahr bei den Landwirten, Obstanbauern und Winzern eines immer mitschwingt: Die Angst vor Nachfrösten.