Ein Jugendlicher mit manipuliertem Roller ist in Unterfranken von der Polizei gestoppt worden. Gegen den 17-Jährigen wird nun wegen mehrerer Straftaten ermittelt.
Ein 17-Jähriger hat im unterfränkischen Faulbach für Aufregung gesorgt, als er mit seinem manipulierten Motorroller durch die Straßen raste. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 Kilometern pro Stunde und ohne Helm versuchte er, vor der Polizei zu flüchten.
Die riskante Aktion endete nach einer Verfolgungsjagd, doch die Kontrolle brachte noch weit mehr ans Licht. Die Polizei spricht von einer "Vielzahl von Straftaten".
Faulbach: Motorroller mit überhöhter Geschwindigkeit - Polizei stoppt flüchtenden Jugendlichen
Von der rasanten Fahrt eines 17-jährigen Motorrollerfahrers am Donnerstagnachmittag, 15. Januar 2026, in der Gemeinde Faulbach (Landkreis Miltenberg) berichtet die unterfränkische Polizei. Laut Mitteilung bemerkten Polizeibeamte den Rollerfahrer gegen 16.55 Uhr auf der Hauptstraße in Faulbach. Der junge Fahrer war mit einem Motorroller unterwegs, der statt der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde bis zu 80 Kilometer pro Stunde erreichte.
Da er mit überhöhtem Tempo und obendrein noch ohne Helm fuhr, sollte er einer Kontrolle unterzogen werden. Doch anstatt anzuhalten, ergriff der Jugendliche die Flucht und raste über die Dornrosenstraße. Nach einer knapp ein Kilometer langen Verfolgungsjagd konnte der Rollerfahrer schließlich gestoppt werden.
Im Rahmen der Kontrolle stellte sich schnell heraus, warum der Jugendliche vor der Polizei fliehen wollte. Die Beamten entdeckten, dass der Motorroller manipuliert war, um eine deutlich höhere Geschwindigkeit zu erreichen.
Kennzeichen Marke Eigenbau - und verbotene Böller im Gepäck
Zudem war der 17-jährige Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Besonders auffällig: Das Kennzeichen des Rollers hatte der Jugendliche selbst mithilfe eines 3D-Druckers hergestellt.
Zudem fanden die Polizisten bei dem jungen Rollerfahrer auch drei verbotene Böller. Diese wurden vor Ort sichergestellt. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen begaben sich die Beamten in die Wohnung des Jugendlichen und stellten dort zusätzliche illegale Sprengkörper sicher. Die Erziehungsberechtigte des 17-Jährigen war bei der Sicherstellung des Fahrzeugs und der Böller anwesend.
Gegen den Jugendlichen laufen nun Ermittlungen wegen mehrerer Straftaten. Unter anderem werden ihm ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz vorgeworfen. Überdies werden weitere Delikte geprüft, die im Kontext der Fahrt und der Herstellung des falschen Kennzeichens stehen.
Konsequenzen für den Jugendlichen
Die Polizei hat den manipulierten Motorroller sichergestellt, um ihn näher zu überprüfen. Neben strafrechtlichen Konsequenzen muss der junge Fahrer mit einem empfindlichen Bußgeld sowie weiteren Sanktionen rechnen. Die Polizei weist darauf hin, dass auch die Herstellung eines gefälschten Kennzeichens strafrechtlich verfolgt werde, da dies als Urkundenfälschung gilt.