Spektakulärer Brückenabriss hat begonnen: A9 bei Bayreuth jetzt komplett dicht

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Die A9 bei Bayreuth ist aktuell komplett gesperrt. Grund ist der Abriss der maroden Hochbrücke Bayreuth – eine der größten Baustellen auf der Nord-Süd-Achse.

Auf der wichtigen Nord-Süd-Achse in Oberfranken haben spektakuläre Bauarbeiten begonnen: Wegen des Abrisses der Hochbrücke Bayreuth ist die A9 am 7./8. und 14./15. März 2026 komplett gesperrt.

Wir haben die wichtigsten Informationen zu Zeiten, Umleitungen und betroffenen Anschlussstellen zusammengetragen.

Spektakulärer Brückenabriss auf wichtiger Nord-Süd-Achse: A9 jetzt dicht

Auf der Autobahn A9 bei Bayreuth laufen an diesem Wochenende spektakuläre Abbrucharbeiten: Die Hochbrücke Bayreuth wird abgerissen und gleichzeitig finden Arbeiten am Brückenbauwerk an der Anschlussstelle Bindlacher Berg statt. Das berichtet die Nachrichtenagentur News5. Aufnahmen der Agentur vom Samstag, 7. März 2026, zeigen schwere Baumaschinen bei den Abrissarbeiten an der Brückenkonstruktion.

Bereits im Vorfeld hatte die Autobahn GmbH des Bundes angekündigt, dass die A9 wegen des geplanten Abrisses der Hochbrücke Bayreuth und des bestehenden Rampenbauwerks  an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden für den Verkehr gesperrt wird. Betroffen sei demnach der Bereich rund um die Anschlussstelle (Bayreuth Nord) in beide Richtungen, (Bayreuth Süd) in Richtung Berlin und (Bindlacher Berg) in Richtung Nürnberg. 

Laut Pressemeldung der Autobahn-GmbH werde die A9 ab Samstag (7. März 2026) von etwa 2 Uhr bis Sonntag (8. März 2026) gegen 13 Uhr in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt. Zu diesem Zeitpunkt wird der Verkehr in Richtung Berlin wieder freigegeben. Die Freigabe in Richtung Nürnberg folge gegen 14 Uhr. 

A9-Bauarbeiten: Vollsperrung bei Bayreuth an zwei Wochenenden

Am darauffolgenden Wochenende beginnt die Sperrung analog ab 2 Uhr in beiden Richtungen. In Richtung Berlin wird der Abschnitt am Sonntag, dem 15. März 2026, ab etwa 15 Uhr zweispurig wieder freigegeben. Die Fahrtrichtung Nürnberg wird ab etwa 22 Uhr – zusammen mit der Behelfseinfahrt Dieselstraße – geöffnet.

Die Hochbrücke führt die Bundesstraße 2 über die Bundesautobahn 9, die Bahnstrecke Bayreuth–Weidenberg, die Sophian-Kolb-Straße und einen Radweg – und liegt damit mitten im nördlichen Stadtgebiet von Bayreuth, unweit des Stadtzentrums der oberfränkischen Universitätsstadt.

Der Zeitplan der Arbeiten im Überblick:

Erste Sperrung: 7. bis 8. März 2026

Zeitplan

Die erste Vollsperrung beginnt am Samstag, 7. März 2026, um 2:00 Uhr und betrifft beide Fahrtrichtungen. Bereits ab Freitag, 6. März, 22:00 Uhr ist mit Spurwegnahmen zum Einrichten der Sperrung zu rechnen, wie die Autobahn GmbH ankündigt.

Freigabe der Strecke:

  • Fahrtrichtung Berlin: Sonntag, 8. März 2026, gegen 13:00 Uhr
  • Fahrtrichtung Nürnberg: Sonntag, 8. März 2026, gegen 14:00 Uhr

Betroffene Anschlussstellen

  • Bayreuth Nord: gesperrt in beiden Fahrtrichtungen
  • Bayreuth Süd: gesperrt in Fahrtrichtung Berlin
  • Bindlacher Berg: gesperrt in Fahrtrichtung Nürnberg

Die Anschlussstelle Bayreuth Nord in Richtung Berlin wird bereits am Sonntag, 8. März, um 1:30 Uhr wieder freigegeben.

Zweite Sperrung: 14. bis 15. März 2026

Zeitplan

Die zweite Vollsperrung beginnt am Samstag, 14. März 2026, um 2:00 Uhr. Auch hier ist bereits ab Freitag, 13. März, 22:00 Uhr mit Spurwegnahmen zu rechnen.

Freigabe der Strecke:

  • Fahrtrichtung Berlin: Sonntag, 15. März 2026, gegen 15:00 Uhr (zweispurig)
  • Fahrtrichtung Nürnberg: Sonntag, 15. März 2026, gegen 22:00 Uhr (einschließlich Behelfseinfahrt Dieselstraße)

Die Anschlussstelle Bayreuth Nord in Richtung Berlin wird am Sonntag, 15. März, um 10:30 Uhr wieder freigegeben.

Umleitungen und Verkehrsbehinderungen

Um Verkehrsbehinderungen zu minimieren, wird eine großräumige Umleitung eingerichtet. Die Autobahn GmbH empfiehlt, den Bereich Bayreuth weiträumig zu umfahren über die Autobahnen A70, A73, A6 und A93. Die Umleitungsstrecke wird entsprechend ausgeschildert.

Während der Vollsperrung bleibt die Fahrverbindung über die neuen Rampenbauwerke in Richtung Bindlach einspurig bestehen.

Die Autobahn GmbH des Bundes bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis und erhöhte Vorsicht im Baustellenbereich. Mit erheblichen Verkehrsbehinderungen rund um Bayreuth ist zu rechnen.

Hintergrund: Warum wird die Hochbrücke abgerissen?

Schlechter Bauwerkszustand

Die Hochbrücke Bayreuth muss aufgrund ihres schlechten Bauwerkszustands durch einen Neubau an Ort und Stelle ersetzt werden. Eine Instandsetzung der bestehenden Brücke ist technisch und wirtschaftlich nicht umsetzbar, wie die Autobahn GmbH auf der Projektseite mitteilt.

Ersatzneubau mit moderner Gestaltung

Die neue Hochbrücke Bayreuth wird bestandsnah unter Beibehaltung der bisherigen Fahrstreifen erneuert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Mit einer besonderen Gestaltung soll sich die neue Brücke gut ins städtische Umfeld einfügen.

Die neue Brücke erhält laut Autobahn GmbH einen dynamisch geschwungenen, wellenförmigen Überbau aus Spannbeton und eine moderne Stützengestaltung. Im Autobahnbereich wird der Brückenüberbau aus bautechnischen Gründen in Stahlverbundbauweise ausgeführt.

Bauweise und Bauablauf

Der Stahlverbundüberbau wird seitlich vorgefertigt und über der A9 bis in Endlage montiert – daher sind die Vollsperrungen der Autobahn notwendig. Die Sperrung der Anschlussstelle Bindlacher Berg in Fahrtrichtung Nürnberg und Bayreuth Nord in Richtung Berlin wird benötigt, um das dort seitlich gelagerte Brückenbauwerk einzufahren und auf die fertiggestellten Widerlager zu heben.

Projektdaten: Kosten und Zeitplan

Gesamtprojekt Hochbrücke Bayreuth

  • Baukosten: ca. 105 Millionen Euro (Kostenträger: Bundesrepublik Deutschland)
  • Länge der Brücke: 563 Meter
  • Baubeginn: April 2024
  • Geplante Fertigstellung: Ende 2028 (mit Baustellenräumung)

Neben der Hauptbrücke werden auch vier Anschlussrampenbrücken ersetzt, womit ein bedeutender Verkehrsknoten im Norden von Bayreuth für die Zukunft ertüchtigt wird.

Parallelprojekt: Bauwerk 296a am Bindlacher Berg

Im weiteren Streckenverlauf der A9 nördlich von Bayreuth findet parallel zur Baumaßnahme an der Hochbrücke Bayreuth der Ersatzneubau des Bauwerks 296a an der Anschlussstelle Bindlacher Berg statt. Die Kosten dieser Maßnahme betragen der Autobahn GmbH zufolge ca. 6,5 Millionen Euro. Das Projekt soll 2026 abgeschlossen werden.

Die Sperrungen, die für den Abriss der Hochbrücke erforderlich sind, werden gleichzeitig für die Arbeiten am Bauwerk 296a genutzt – sodass im Rahmen einer einzigen Sperrung die notwendigen Schritte für zwei Brückenbauprojekte erledigt werden können.

Bedeutung der A9 als Nord-Süd-Achse

Die Autobahn A9 ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Deutschlands und verbindet die Metropolen München und Berlin. Die Baustelle hat daher erhebliche Bedeutung für den überregionalen Verkehr. Pendler, Fernreisende und der Güterverkehr sind gleichermaßen von den Sperrungen betroffen.

Wichtige Informationen auf einen Blick

Sperrungstermine:

  • 1. Wochenende: 7. März (2:00 Uhr) bis 8. März 2026 (13:00/14:00 Uhr)
  • 2. Wochenende: 14. März (2:00 Uhr) bis 15. März 2026 (15:00/22:00 Uhr)

Umleitung:

  • Über A70, A73, A6 und A93 (ausgeschildert)

Da die Vollsperrung für beide Wochenenden noch eingerichtet werden muss, könne es laut der Autobahn GmbH bereits ab 22 Uhr zu Spurwegnahmen kommen. Während der Vollsperrung bleibe eine Fahrverbindung über die neuen Rampenbauwerke in Richtung Bindlach einspurig erhalten. Die Sperrung der Anschlussstellen Bindlacher Berg in Richtung Nürnberg und Bayreuth Nord in Richtung Berlin sei nötig, damit das seitlich gebaute Brückenbauwerk an Ort und Stelle gebracht und auf die vorbereiteten Fundamente gehoben werden kann.

Die Anschlussstelle Bayreuth Nord in Richtung Berlin soll am Sonntag, dem 8. März 2026, voraussichtlich um 1.30 Uhr wieder freigegeben werden. Eine weitere Freigabe ist für Sonntag, den 14. März 2026, gegen 10.30 Uhr geplant. Um Staus und Verkehrsbehinderungen zu vermeiden, wird eine großräumige Umleitung über die Autobahnen A70, A73, A6 und A93 eingerichtet und ausgeschildert. Die Autobahn GmbH des Bundes bittet alle Autofahrer um Verständnis und erhöhte Vorsicht im Bereich der Baustelle.

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Vorschaubild: © Ferdinand Merzbach/News5