Das Technische Hilfswerk Kitzingen (THW) veranstaltete in einem gesperrten Bereich des Innoparks in Kitzingen eine Rettungsübung bei Nacht.
Das Technische Hilfswerk Kitzingen (THW) veranstaltete in einem gesperrten Bereich des Innoparks in Kitzingen eine Rettungsübung bei Nacht. Um 19.02 Uhr lief laut Übungsplan in der THW-Zentrale ein Alarm ein. Es galt den gemeldeten Verkehrsunfall mit drei Fahrzeuginsassen zunächst abzusichern. Wenig später änderte sich die Lage, denn die Informationen des hysterischen Anrufers erwiesen sich als äußerst knapp und wenig zutreffend.
Als 21 Einsatzkräfte um 19.24 Uhr am Unfallort eintrafen, fanden sie eine durch einen heftigen Seitenaufprall eingeklemmte Person in einem Fahrzeug vor. Sie hatte an einem illegalen Straßenrennen teilgenommen und musste nun geborgen werden.
Außerdem wurden Flüchtende beobachtet, die möglicherweise ebenfalls verletzt waren. Sie versuchten - so schrieb es die Dramaturgie der Übung vor - offensichtlich zu Fuß einer Polizeikontrolle zu entkommen. Deshalb hatten die THW-Einsatzkräfte die Umgebung abzusuchen. Nicht auszuschließen war, dass sich einige der Unfallbeteiligten in einem leer stehenden, unbeleuchteten Gebäude versteckt hatten. Als dort auch noch eine Verpuffung registriert wurde, die scheinbar durch eine undichte Gasleitung im Zusammenhang mit einer angezündeten Zigarette entstand, wurde die Suche nach den Vermissten unter schwerem Atemschutz fortgesetzt werden.
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Um 19.50 Uhr war die gesamte Dachkonstruktion des Autos mit der Hydraulikschere abgeschnitten worden. Der Unfallfahrer wurde mit der Schaufeltrage aus dem Fahrersitz geborgen. Wenig später waren auch die geflüchteten Fahrzeuginsassen aufgespürt. Einsatzleiter Daniel Bonic dankte Michael Klos für die Überlassung des Übungsgeländes sowie dem Unternehmen Scheuermann für das Schrottfahrzeug, das als Übungsobjekt zum Einsatz kam. Er bilanzierte, dass die eingesetzten THW-Kräfte sehr zügig arbeiteten und das Szenario jederzeit beherrschten.