Das älteste Volksfest der Stadt Schweinfurt startet diese Woche. Neben dem Bieranstich und Feuerwerk werden für Familien weitere besondere Programmpunkte geboten.
Der berühmte "Vogelschuss", ist das älteste Volksfest der Stadt Schweinfurt und eröffnet dort traditionell die Festsaison. Es findet immer in der Woche nach Ostern statt. Dieses Jahr also vom Freitag, dem 10. April 2026, bis zum Sonntag, dem 19. April 2026. Auf dem Volksfestplatz laden Festwirt und Schausteller zu vielen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Stunden ein.
Um 18 Uhr beginnen die Eröffnungsfeierlichkeiten mit einem Böllerschießen der Schweinfurter Schützen. Gegen 18.30 Uhr folgt der traditionelle Bieranstich durch Vogelkönig Josef Horna, und gegen 22 Uhr endet der Abend mit einem großen Eröffnungsfeuerwerk.
Schweinfurter Volksfest 2026 - das sind die Highlights im Festprogramm
Schon am Eröffnungstag, dem 10. April, lohnt sich der Besuch in besonderem Maße: Von 15 bis 16 Uhr bekommen Besucher an den Kassen aller Fahrgeschäfte "Preise wie anno dazumal". Die Fahrpreise sollen in dieser Stunde nur 99 Cent kosten.
Für Kinder gibt es am Mittwoch, dem 15. April, ein besonderes Highlight: Von 14 bis 19 Uhr sind die jüngsten Gäste zum großen Kindertag eingeladen. In diesem Zeitraum kosten die Fahrgeschäfte bis zu 50 Prozent weniger.
Der Vogelschuss empfängt Besucher ab 14 Uhr; an Sonntagen öffnen die Buden und Geschäfte bereits um 13 Uhr. Wer mit dem Auto anreist, kann die kostenfreien Parkmöglichkeiten auf dem Volksfestplatz nutzen.
Historischer Hintergrund: Warum heißt es Vogelschuss?
Seit 1787 wird der Schweinfurter Vogelschuss von der Bürgerlichen Schützengesellschaft abgehalten. Die Ursprünge dieses Festes liegen in einer mittelalterlichen Schützentradition, bei der jährlich der "Vogelkönig" durch das Abschießen eines Holzvogels gekürt wurde. Der Grund: Als freie Reichsstadt musste sich Schweinfurt selbst verteidigen können. Nachdem Schweinfurt im Jahr 1814 zu Bayern gekommen war, verlor das Schützenwesen seine militärische Rolle, berichtet der Schweinfurter Anzeiger. Aus den einst verpflichtenden Übungen entwickelte sich so ein gesellschaftliches Ereignis.
In der heutigen Zeit vereint das Fest einen traditionsreichen Schießwettbewerb – dieser startet am 11. April am Schützenhaus – mit einer modernen Kirchweih, die parallel auf dem Volksfestplatz gefeiert wird. Übrigens: Der Schweinfurter Schützenkönig erhielt früher für seinen Sieg Privilegien, wie etwa Steuerbefreiungen für ein Jahr. Kaum vorstellbar, was in Schweinfurt los wäre, wenn es das heute auch noch gäbe.